Vermischtes

Jeder zweite Europäer setzt auf Alternativmedizin

Donnerstag, 29. November 2012

Brüssel – Alternativmedizinische Angebote sind in verschiedenen europäischen Ländern für die Versorgung unterschiedlich wichtig. In ganz Europa ist aber die Forschung zu Komple­mentär- und Alternativmedizin (CAM) stark vernachlässigt. Das berichten Wissen­schaftler des EU-Projektes „Roadmap for European CAM research“ (CAMbrella) nach dreijähriger Arbeit. Die CAMbrella-Gruppe fordert, ein koordiniertes gesamteuropäisches Vorgehen um das Wissen über dieses Medizingebiet zu verbessern.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass jeder zweite europäische Bürger auf Komple­mentär- und Alternativmedizin setzt. „Die Bürger sind der Motor für CAM. Ihre Bedürf­nisse und Meinungen sind die Schlüsselpriorität. Wir müssen die Interessen der europäischen Bürger besser kennen und sie in der Forschung stärker berücksichtigen“, sagte der Projektkoordinator Wolfgang Weidenhammer vom Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

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Laut den Untersuchungen der CAMbrella-Gruppe gibt es in Europa mehr als 150.000 Ärzte mit einer Zusatzqualifikation in CAM und mehr als 180.000 nicht-ärztliche Therapeuten. Das bedeutet, dass etwa 65 CAM-Anbieter pro 100.000 Einwohner praktizieren. Zum Vergleich: Europaweit versorgen 95 Ärzten 100.000 Einwohner. Allerdings unterscheiden sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Versorgungsstrukturen in den 39 europäischen Ländern stark voneinander.

Verwertbares Wissen über die Verbreitung von CAM als Medizindienstleistung ist laut der Studie „nicht vorhanden“. Weder seien in den meisten europäischen Ländern bisher die Bedürfnisse der Bürger untersucht worden, noch gebe es gesichertes Wissen über die Situation der Anbieter.

Die CAMbrella-Gruppe fordert die EU daher auf, europäische CAM- Forschungs­programme und –initiativen einzurichten. „Wenn CAM ein Teil der Lösung der Probleme im Gesundheitssystem sein soll, die in den kommenden Jahren auf uns zukommen, müssen wir dringend zuverlässige Informationen über Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten in den realen Versorgungsbedingungen sammeln und analysieren“, sagte Benno Brinkhaus vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und Leiter der Arbeitsgruppe Roadmap. © hil/aerzteblatt.de

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chinamed
am Mittwoch, 12. Dezember 2012, 13:47

aktuelle Statistik zu dem Thema

Bertelsmann Stiftung: CAM-Verwendung stabilisiert sich auf hohem Niveau
Gesundheitsmonitor Umfrage liefert aktuelle Zahlen
http://www.carstens-stiftung.de/artikel/bertelsmann-gesundheitsmonitor-2012.html
doc.nemo
am Montag, 10. Dezember 2012, 10:29

@Nb1date

Lieber Kollege Nb1date,
ich glaube, wir sitzen hier einem Hoax auf. Es ist völlig unglaubwürdig, dass jemand in einem halbwegs medizinischen, wenn auch offenen, Forum so etwas postet wie chinamed. Da macht sich einer einen Scherz mit uns. Nun ja, ich hatte meinen Spaß und beende jetzt meine Aktivität in diesem Thread. See you!
chinamed
am Montag, 10. Dezember 2012, 09:52

Unkenntnis bei wem?

Offenbar von der Vertretern der homöopathischen Inquisition. Wenn diese nicht mehr weiter wissen, bezichtigen sie die Opfer ihres inquisitorischen Wirkens der Unkenntnis. Wo sind Ihre wissenschaftlichen Arbeiten, die ich mir ehrfurchtsvoll ansehen müsste um dann ggf. festzustellen, dass Sie der einzige Kenntnisreiche unter den Nichtärzten sind und trotz fehlender Homöopathieausbildung bessere Kenntnisse hätten als jeder ausgebildete homöopathische Arzt? Ich bitte dann schon mal um Angabe der Veröffentlichungen und der Resonanz in der homöopathischen Ärztegemeinde. Ihre hier zur Schau gestellten Auffassungen beweisen bereits das Gegenteil.
Zu den von Ihnen angeführten Studien brauche ich mich nicht äußern, weil diese entgegen Ihrer Meinung durchaus eine Wirksamkeit nachweisen konnten, auch wenn das nicht mit Ihrem Weltbild in Übereinstimmung zu bringen ist. Nur lesen muss man sie auch noch. Frau Prof. Witt hat sich damit ausgiebig auseinander gesetzt und selbst skeptische Fachzeitungen haben das bestätigen müssen.
Da diese Themen in dem Blog vom DZVHÄ bereits ausgiebig diskutiert wurden, kann ich für Unvoreingenommene nur darauf verweisen. Adresse:
http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/
Nb1date
am Sonntag, 9. Dezember 2012, 21:04

Lieber Chinamed

Lieber Chinamed,
nun wischen Sie sich bitte den Schaum vom Mund. Sie sind viel zu emotional. Dies verwundert mich jedoch nicht wirklich, ist es doch eine nachvollziehbare Eigenschaft eines jeden Ideologen, der sich Angriffen auf sein Weltbild ausgesetzt sieht. Zunächst sollten Sie sich freuen, dass sich DocNemo überhaupt Ihrer annimmt und auf Ihre unsäglichen Kommentare antwortet.
Dass Sie sich durch das Geschriebene wiederholt selbst disqualifizieren, scheint Ihnen überhaupt nicht aufzufallen. Lesen Sie doch einfach zur Abwechslung Fachliteratur zur Arzneimittelentwicklung und nicht nur Texte von Claus Fritzsche und des Zentralvereins der Homöop. Ärzte (deren Beiträge ja auch wieder sehr häufig von diesem (Claus Fritsche) bezahlten Schreiber der millionenschweren Homöopathielobby stammen). Hier finden Sie zwar eine Bestätigung für Ihr Weltbild, dies hat aber leider wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Wenn Sie die fehlende Forschung beklagen, dann möchte ich Ihnen darauf antworten, dass es in der Tat zahlreiche klinische Studien zur Homöopathie gibt – leider sind die meisten dieser Studien von sehr schlechter Qualität und die wenigen brauchbaren Untersuchungen zeigen das zu erwartende Ergebnis: Homöopathie wirkt nicht besser als Placebo. Die Unternehmen, die Homöopathika vertreiben könnten im Übrigen ohne Mühe derartige Studien durchführen lassen – haben sie doch kaum/ keinerlei Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Toxizitätstestungen etc., selbst im Bereich der Qualitätssicherung werden nicht die gleichen Anforderungen an sie gestellt, wie an herkömmliche pharmazeutische Unternehmen – Ausgaben fallen hier hauptsächlich im Bereich Marketing an . Mit anderen Worten: ein Bombengeschäft mit Zuckerkügelchen. Die Verwicklungen der Firmen DHU, Heel etc. mit der Großindustrie, z.B. mit Familie Quandt sind hinreichend bekannt. Es geht also um Geld, viel Geld -> somit unterscheidet sich die Homöopathieindustrie in diesem Punkt nicht von der forschenden Pharmaindustrie.
Niemand möchte Sie bekehren, das würde auch keinen Sinn machen, denn Sie sind Argumenten gegenüber nicht zugänglich, da Sie die wissenschaftliche Methode nicht verstanden haben (z.B. Prinzip der Falsifikation). Allein Ihr putziger Selbstversuch (mit n=1) zeigt, dass Sie offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben, wie Arzneimittel auf Wirksamkeit getestet werden müssen, um falsch-positive Resultate aus z.B. Erwartungshaltung zu vermeiden. Wenn Sie, so wie ich, viel mit klinischen Studien zu tun gehabt hätten, ebenso mit der Auswertung ebendieser, dann wären Sie wenig überrascht über den Ausgang Ihres Selbstversuchs. Auf solche Versuche können wir getrost verzichten. Auch auf weitere Forschungen von Herrn Walach.
Sie haben mich sehr erheitert (ebenso wahrscheinlich DocNemo), besonders mit Ihrem Versuch mir einen chinesischen Professorentitel anzuhängen. Sie bezichtigen die Kritiker Ihrer widerlegten Heilslehre als Dogmatiker, bemerken aber Ihrerseits nicht, wie dogmatisch gerade die Anhänger der Paramedizin agieren, die trotz negativer Datenlage und keinerlei Weiterentwicklung auf ihrem Gebiet seit 200 Jahren unbeirrt fest halten an ihrem Glauben und die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen wollen / können. Dies, in Kombination mit der von Ihnen deutlich zur Schau gestellten Unkenntnis naturwissenschaftlicher und klinischer Methode disqualifiziert Sie für jede Diskussion und führt letztendlich dazu, dass Sie sich hier wiederholt um Kopf und Kragen schreiben.
Beste Grüße
chinamed
am Sonntag, 9. Dezember 2012, 13:18

10 hoch 45?

Dann war das wohl ein Spaß mit der behaupteten Unvoreingenommenheit?
Wer den Versuch analog Nash wie Sie nie selbst durchgeführt hat, kann wohl nicht ohne Vorurteile behaupten, dass Homöopathie unwirksam sei, weil keine Substanz enthalten ist. Das spielt es keine Rolle ob es 10 hoch -23 oder 10 hoch -45 sind. Das ist das Gegenteil von wissenschaftlicher Unvoreingenommenheit und wird von mir als der Geist der Inquisition bezeichnet, dessen Sie sich damit selbst überführt haben. Nun fehlt nur noch der dogmatisch inquisitorische Ton der Ausführungen, wie bei NB1date, dann hätten ich auch noch die Mitgliedschaft in einer inquisitorischen Sekte wie dem Homöopathiekritikerverband nachgewiesen.
Wissenschaft hat etwas mit Wissen zu tun und nicht mit Glauben.
Wer nichts wissen will, sondern glaubt, lehnt es ab Versuche zu machen, wie hier den analogen Versuch nach Nash.
Mehr muss dazu nicht mehr gesagt werden.
doc.nemo
am Samstag, 8. Dezember 2012, 11:28

Re: Inquisition3

Stark wirksame Homöopathika??? Ich sage nur: Aktion 10 hoch 23. Schädlich für den Patienten ist höchstens der Homöopath, nicht aber das Homöopathikum.
chinamed
am Freitag, 7. Dezember 2012, 14:58

Inquisition3

@doc.nemo
Zitat: "Ich bin überzeugter, aber kein ideologisch verbohrter Skeptiker. Ich akzeptiere, was eindeutig bewiesen ist und lege bisherige Überzeugungen völlig problemlos ab, wenn sie widerlegt wurden. Im Fall der Homöopathie warte ich noch auf diesen Beweis."
Dann haben wir ja eine hervorragende Diskussionsbasis. Nur verstehe ich nicht, wie Sie aus den Äußerungen von NB1date herauslesen wollen, dass er jemals eine ärztliche Ausbilung absolviert hat. Davon steht in den Ausführungen redlicherweise nichts drin.
Das agressive Auftreten gegenüber Ärzten habe ich bisher nur bei Nichtärzten angetroffen. Dass seine Äußerungen ideologische motiviert sind, habe ich bereits dargelegt.

Bei der Homöopathie warten Sie nur noch auf die Beweise.
Das kann jederzeit und ohne Problem vorgeführt werden. Dazu wurde von Herrn Nash bereits früh der Glonoinumversuch durchgeführt, zu seiner Zeit mit Glonoinum C1. Ich habe mir erlaubt den Versuch an die gegenwärtigen Kentnisslage anzupassen und ihn ohne Reste von chemischen Wirksubstanzen durchgeführt. Nach der Skeptikertheorie dürfte dann keinerlei Wirkung davon ausgehen. Bei mir trat dennoch als Prüfungssymptom mehrstündige Kopfschmerzen auf. Der Versuch läßt sich bei jedem Skeptiker durchführen, wobei er zwar nicht bei jedem gleich stark wirkt, sodass ein Teil der Probanden das homöopatische Mittel länger einnehmen muss, um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen. Nicht verschwiegen werden darf indiesem Zusammenhang, dass diese Art Menschenversuch mit stark wirksamen homöpathischen Arzeimitteln für die Gesundheit ausgesprochen gefährlich werden können. Deshalb hatte ich bereits vor zwei Jahren vorgeschlagen diese Versuche zuerst an kleinen Versuchstieren auszuführen, bevor sie am Menschen nachvollzogen werden. Weitere Einzelheiten dazu wurden bereits im Blog des DZVHÄ diskutiert und vorgestellt.
Da sind wir dann wieder bei den Forschungsgeldern. Da diese fehlen, konnten keine Laborversuche bisher durchgeführt werden. Wenn Versuche durchgeführt wurden, waren dort Wissenschaftler am Entwerfen der Versuche beteiligt, die keine homöopathische Ausbildung absolviert haben und deshalb nicht wußten, wonach sie überhaupt suchen sollen. Statt dessen wurden "black boxes" Modelle entworfen, die weder ein theoretischen Ansatz, noch einen praktischen Bezug herstellen konnten. So funktioniert keine Homöopathieforschung.
Im Zuge des zunehmenden Interesses der Patienten werden die beweiskräftigen Versuche hoffentlich in den nächsten Jahren nachgeholt.
Ich denke Homöopathie ist für jeden unvoreingeommenen Beobachter unter geeingeten Versuchsbedingungen nachvollziehbar.
Die Patienten sind jedenfalls durch positive Erfahrungen bereits dabei das homöopathische Angebot ärztlicher Homöopathen nachzufragen.
doc.nemo
am Freitag, 7. Dezember 2012, 09:40

@chinamed

Wie kommen Sie darauf, die medizinische Qualifikation von Nb1date anzuzweifeln? Wollen Sie damit sagen, dass ein gutes, deutsches Medizinstudium notwendigerweise mit der Überzeugung an die Wirksamkeit der Homöopathie enden muss, und dass ihre Kritiker nur von drittklassigen ausländischen Universitäten kommen können? Da frage ich mich eher, wann und wo Ihre eigene Ausbildung schief gegangen ist.
Dass Sie den Hinweis auf die Quantenphysik als Grundlage der Homöopathie anbringen, war zu erwarten – hat dieser (längst widerlegte) Erklärungsversuch doch gerade Hochkonjunktur in Homöopathiekreisen. Da niemand die Quantenwelt wirklich grundlegend verstanden hat, eignet sie sich natürlich gut als Joker, der alle Zweifler ausstechen soll.
Professor Walach als Frontmann der wissenschaftlichen Erforschung der Homöopathie zu betrachten, ist mittlerweile schon ziemlich gewagt. Mit seiner Betreuung einer Masterarbeit über hellseherisches Technikspielzeug hat er sich vor kurzem zum internationalen Gespött gemacht.
Um Zweifeln an meiner eigenen Ausbildung zuvorzukommen: Ich habe ein vollständiges deutsches Medizinstudium absolviert, besitze einen deutschen (ungeklonten) Dr.med. und eine deutsche Facharztausbildung. Ich bin streng naturwissenschaftlich orientiert und ich bin überzeugter, aber kein ideologisch verbohrter Skeptiker. Ich akzeptiere, was eindeutig bewiesen ist und lege bisherige Überzeugungen völlig problemlos ab, wenn sie widerlegt wurden. Im Fall der Homöopathie warte ich noch auf diesen Beweis. Sobald er erbracht wurde, nehme ich die Homöopathie in meinen Kanon der Schulmedizin auf.
chinamed
am Mittwoch, 5. Dezember 2012, 20:00

Inquisition II

"Universitätsabschluss einer medizinischen Fakultät" - jetzt darf ich also raten: als Honorarprofessor aus China ?
Mir war bis heute auch nicht bekannt, dass ein Universitätsabschluss einer medizinischen Fakultät mit der ärztlichen Approbation als Humanmediziner zwingend endet. Wenn man Tiermediziner oder Zahnmediziner ist, ist das eine andere Ausbildung. Doch auch Tiermediziner haben gute Erfahrungen mit Homöopathie gesammelt (vgl. Blogbeiträge des DZVHÄ).
Dann bin ich also gespannt: medizinische Fakultät, mit welchem Abschluss? Drittes Staatsexamen als Arzt? Danach welche Facharztausbildung oder sonstige ärztliche Tätigkeiten?
Und dann noch Physik wo studiert? In Berlin, Dahlem? HU?
Wo war dann die Ausbildung in ärztlicher Homöopathie nach Hahnemann? Bei Dr. Dr. Sohn in Berlin nach 1984? Die Prüfung absolviert bei der Ärztekammer Berlin?
Die Homöopathie widerspricht keinesfalls den gegenwärtigen Erkenntnissen der Physik, insbesondere nicht den Erkenntnissen der Quantenphysik. Nähere Einzelheiten dazu sind in den Blogbeiträgen des DZVHÄ nachlesbar, was hier nicht wiederholt wird.
http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/
Für Skeptiker wurde der Versuch analog Nash konzipiert, ich habe ihn bereits nachgemacht und mir dabei als Prüfungssymptom mehrstündigen Kopfschmerz geholt. Die Skeptiker, die am lautesten schreien, haben bis heute nicht für nötig befunden sich diesem Selbstversuch zu unterziehen. Die Einnahme von ganzen Flaschen Globuli am Brandenburger Tor ist nicht geeignet die angebliche Unwirksamkeit zu beweisen. Prüfungssymptome treten erst nach wiederholter Einnahme verstärkter Potenzen auf. Das wurde von den Schlaumayern gerade nicht gemacht. Passender Spruch von Shaw: „Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nicht bis zum Henker geschafft haben.“ Ergänzung meinerseits: ... aber schon mal gerne anderer Leute Köpfe abhacken, wenn sie Gelegenheit dazu haben. Und Homöopathie scheint so eine Gelegenheit zu sein.
Prof. Walach hat sich die Mühe gemacht im letzten Beitrag mit dem Thema evidenzbasierte Medizin auseinander zu setzen. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass bei chronischen Rückenschmerzen nur wenige aussagekräftige Studien existieren, die allesamt keine Heilwirkung der Chemiekeule feststellen konnten. Da wirkt Homöopathie und Akupunktur schon besser, auch wenn dort vermutlich ebenfalls kaum Studien existieren dürften. Ihre Aussage, Herr Walach würde von der Carstens-Stiftung finanziert, wird dort nicht bestätigt:
Zitat:
"Ausgangspunkt
Über 60 Prozent der Bevölkerung nehmen Angebote der Komplementärmedizin in Anspruch. Dennoch ist nur wenig über deren Wirksamkeit, aber auch deren möglichen Nebenwirkungen bekannt. Mit dem Ziel, dieses Missverhältnis auszugleichen und die Erforschung alternativer Therapieverfahren voranzutreiben, finanziert die Carstens-Stiftung seit 2007 eine Universitätsprofessur an der Berliner Charité, die mit Frau Prof. Dr. Claudia Witt besetzt ist. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden insgesamt 1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt."
http://www.carstens-stiftung.de/artikel/stiftungsprofessur-zur-komplementaermedizin.html
Frau Witt hat ebenfalls hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Homöopathieforschung geleistet. Die Arbeiten der Wissenschaftler darf in Anbetracht der ständigen unangemessenen Anfeindungen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich darf daran erinnern, dass jeder Investmentbanker über diese Gehälter lachen würde. Als niedergelassener ärztlicher Homöopath verdiene ich viel weniger. Homöopathie ist eine ärztliche Tätigkeit, die letztlich kaum Geld einbringt, den Menschen aber sehr effektiv helfen kann.
Nb1date
am Mittwoch, 5. Dezember 2012, 15:29

Ach Chinamed (II)

Nun ereifern Sie sich doch nicht so. Bleiben Sie ruhig.
Ich bin jetzt ganz spontan nochmal meinen Ausbildungsordner durchgegangen - und was sehe ich da?: einen Universitätsabschluss einer medizinischen Fakultät, und sogar zusätzlich noch einen naturwissenschaftlichen Universitätsabschluss mit Promotion. Sowas! Und mit Homöopathie beschäftige ich mich seit etwa 20 Jahren. Also wer maßt sich hier an, jemanden den er nicht kennt, als inkompetent hinzustellen? Nun kommen wir zu Herrn Walach, der eine Stiftungsprofessur hat (gesponsert von interessierten Kreisen, z.B. der Carstens Stiftung): ist Ihnen eigentlich bei Ihrer Schelte gegen Nichtmediziner evtl. entgangen, dass auch Herr Walach gar kein Arzt ist, sozusagen ein medizinischer Laie, der Laienbeiträge für die Wissenschaft verfasst (um bei Ihrer Ausdrucksweise zu bleiben). Aber Walach äußert sich ja auch nicht nur zur Medizin, sondern gerne auch zur (Quanten-)physik. Dann wollen wir doch glauben, dass Herr Walach "wenigstens" Physiker ist. Sie werden es sich denken können - nein, ist er natürlich auch nicht!
Also, entschuldigen Sie bitte, da kann ich nun als selbsternannter Kritiker aber wirklich mithalten.
Sie sind sehr lustig, schreiben Sie mehr...
Viele Grüße
doc.nemo
am Mittwoch, 5. Dezember 2012, 08:27

Das wäre noch klärungsbedürftig,

wer im Medizinstudium nicht aufgepasst hat. Chemie? Physik? Schon mal gehört? Okay, findet in den ersten beiden Semestern statt und interessiert die meisten angehenden Mediziner nicht. Die Grundregeln des Kosmos (=Naturgesetze) gelten aber dummerweise ein ganzes Arztleben lang. Und sogar noch länger. Die Scheibengestalt der Erde abzulehnen, hat nichts mit Inquisition zu tun.
chinamed
am Dienstag, 4. Dezember 2012, 17:42

Inquisition im Aufwind?

"Die Homöopathie muss als Irrlehre verworfen werden."
Das sagt doch bereits alles über den inquisitorischen Hintergrund der Meinung aus.
Der Duktus entlarvt den Geist der Inquisition: Muss ... Irrlehre. Das gab es zuletzt im Mittelalter bei der Hexenverbrennung und der Verfolgung neuzeitlicher Weltmodelle. Sind wir schon wieder so weit?
Wer maßt sich an hier irgendetwas, was er nicht einmal kennt als Irrlehre zu bezeichnen? Die nächste Anmaßung besteht darin etwas verwerfen zu wollen, wovon der Verwerfende offenbar nicht die geringsten Kenntnisse hat.
Homöopathie hat es bisher bei der Ärztekammer bis zur Zusatzbezeichnung "Homöopathie" gebracht, ist also offenbar keine Irrlehre, wie hier vereinsamte Anhänger einer unwissenschaftlichen Inquisitionslehre verkünden wollen.
Und wenn Herr Walach es bis zum Professor in Deutschland gebracht hat (nicht etwa in China oder sonst wo) , der sich regelmäßig mit den Kriterien der wissenschaftlichen Medizin auseinander setzt, dann ist das eine anerkennenswerte Leistung. Das können die selbsternannten Kritiker nicht mithalten.
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein ärztlicher Kollege dem anderen ein "Goldenes Brett" vor den Kopf schlagen will. Das sind doch wieder einmal Laienbeiträge von Nichtärzten, die sich hier im ärztlichen Diskussionsforum breit machen wollen. Studieren Sie zuerst einmal viele Jahre Medizin und lernen Sie eine spezielle Fachrichtung, wie Homöopathie, dann haben Sie eine Diskussionsbasis, die ich Ihnen auf Grund dieser Beiträge leider absprechen muss.
Ihre Beiträge sind beim Skeptikerverband der verkrachten Existenzen willkommen, nicht jedoch unter Ärzten. Ihr "Goldenes Brett" nehmen Sie bitte auch dorthin mit.
Ich hoffe mich nicht weiter mit derartigen Beiträgen auseinander setzen zu müssen.
doc.nemo
am Dienstag, 4. Dezember 2012, 09:56

Nb1date, vielen Dank

für Ihren Beitrag. Ich habe schon befürchtet, es würde niemand aus der rationalen Welt auf die Posts von chinamed und M.Poland reagieren. Ich fürchte allerdings, kaum jemand der Foristen, außer und beiden, weiß, was das "Goldene Brett vor dem Kopf" ist.
Nb1date
am Montag, 3. Dezember 2012, 13:20

Ach Chinamed

1.Sie haben den Kommentar von Schanzer offensichtlich nicht verstanden.
2. Die Einführung eines FA für Homöopathie ist wissenschaftlich und auf Basis der vorhandenen Datenlage nicht zu rechtfertigen.
3. Die Homöopathie muss als Irrlehre verworfen werden.
4. Ihre persönliche Lebensgeschichte interessiert hier niemanden.
5. Sie wollen nicht als Esoteriker bezeichnet werden, erwähnen aber "Prof" Walach als Aushängeschild der Alternativmedizin. Ein bekannter Esoteriker, der sich mit seinen Äußerungen und v.a. "Publikationen" komplett ins Abseits geschossen hat -und dafür kürzlich, hochverdient freilich, das "Goldene Brett vorm Kopf" verliehen bekommen hat. Der auch noch von der Carstens Stiftung bezahlt wird, deren Aufgabe darin besteht, die H. und andere alternativmedizinische Ideologien in die Welt zu bringen. Wegen dessen unsäglichen Arbeiten die Viadrina um ihren Ruf als ernstzunehmende Hochschule bangen muss.

Wir bewegen uns immer mehr in Richtung Irrationalität
chinamed
am Sonntag, 2. Dezember 2012, 23:19

Schlechterbehandlung

Ich habe mich nach 1993 um eine Facharztausbildung Allgemeinmedizin bemüht, um mein Interessenschwerpunkt Alternativmedizin sachgemäß ausüben zu können. Leider war trotz mehr als 100 Bewerbungen keine Stellen für mich verfügbar.
Da kommt so ein Kommentar mit Rosinenpickerei gerade richtig. Durch die fehlende Facharztausbildung konnte ich keine Kassenzulassung bekommen und habe weniger Einkommen erzielt, als die Kolleginnen/Kollegen, die mehr Glück hatten. Und Kollegen mit alternativmedizinischer Ausbildung als Barbiere und Esoteriker zu bezeichnen stellt wohl eine schmähende Abwertung dar, die mir leider regelmäßig bei den rein schulmedizinische tätigen Kollegen begegnet ist.
Das Interesse der Patienten ist nicht auf Barbiere gerichtet, sondern auf erfahrene und gut ausgebildete Alternativmediziner, die Homöopathie und Akupunktur in mehrjähriger Ausbildung gelernt haben. Die sind also zweimal ausgebildet, als Facharzt und als Alternativmediziner. Das hat die Politik anscheinend europaweit erkannt. Können wir hoffen, dass sich das auch mal in einer Facharztausbildung für Homöopathie niederschlägt. dann würden keine zwei Ausbildungen mehr Voraussetzung für die Ausübung der Homöopathie notwendig.
Schanzer
am Freitag, 30. November 2012, 23:19

Rosinenpickerei

Der verzweifelte Versuch den Barbieren und Esotherikern ihre Daseinsberechtigung zu legitimieren. Als wenn wir keine andere Probleme hätten...

Gerne bin ich als sog. Schulmediziner bereit mich mit dieser Form der Heilkunst zu messen wenn gleiche Rahmenbedingungen hergestellt sind.
D.h. gleich lange Ausbildung unter gleichstrengen Zugangsbedingungen.
Gleiche Auflagen an Weiterbildung und Fortbildungen inklusive möglicher Honorarkürzungen.
Gleiche Haftungsmöglichkeiten.
Gleiche budgetierte Verträge mit den Kassen.
Gleiche pauschalierte Abrechnung.
Gleiche Notdienst-Verpflichtungen.
Gleiche Behandlungspflicht gegenüber Jedem und Jederzeit.
Gleiche Patientenrechte.

Aber solange sich die Alternativmedizin die Rosinen picken kann sehe ich hier keine Chancengleichheit.
chinamed
am Freitag, 30. November 2012, 10:28

Hinweis auf EU-Anhörung Alternativmedizin

http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/
Prof. Walach berichtet über Bemühungen auf EU-Ebene Alternativmedizin Gehör zu verschaffen.
M.Poland
am Freitag, 30. November 2012, 08:04

Schulmedizin=Komplementärmedizin?

Im Grunde wäre es doch dem wahren Sachverhalt nach wesentlich passender, einer Medizin, die sich nur mit Schadensbegrenzung, chemischer oder mechanischer Manipulation (weil "es nicht mehr anders geht") befasst, also unserer Schul-Mainstream-Medizin, den Titel "Komplementär" beizulegen. Eine Medizin, die sich darum bemüht, dem Organismus seine Selbstregulationsfähigkeit wieder zu ermöglichen, ist eigentliche Heilkunde. Noch besser wäre es, alle diese Begriffe (die doch nur nach Geld schielendes Hegemoniegehabe mit einem patriarchalischen Besserwissertum verbergen) zu streichen und eine INTEGRATIVE Medizin zu begründen, in der alles seinen ihm passenden Platz finden kann.
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