Patienten in Deutschland vertrauen ihren Ärzten
Mittwoch, 5. Dezember 2012
dpa
München – Das Vertrauen der Patienten in ihre Ärzte sowie in die medizinische Versorgung in Deutschland ist hoch. Das ist das Ergebnis einer Studie des Arzt-Bewertungsportals jameda, an der 1024 Patienten teilnahmen. Demnach sind 73 Prozent der Befragten überzeugt, in Deutschland eine gute medizinische Versorgung zu erhalten.
Gleichzeitig sind 76 Prozent der Befragten aber auch überzeugt, dass finanzielle Interessen des Arztes Einfluss auf seine Therapieentscheidungen haben. 78 Prozent gaben zudem an, sich schon einmal über Zahlungen beim Arzt geärgert zu haben.
Laut Studie erwarten die Patienten für die Zukunft, dass die Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung weiter voranschreitet: 86 Prozent sind überzeugt, dass finanzielle Überlegungen des Arztes bei seinen Therapieentscheidungen in Zukunft eine noch größere Rolle spielen werden. Auch für die Gesamtentwicklung des Gesundheitssystems sind die Zukunftsaussichten der Patienten eher verhalten. 71 Prozent glauben, dass sich die medizinische Versorgung verschlechtern wird.
Für die Suche nach einem neuen Arzt ist der Studie zufolge das Internet inzwischen das wichtigste Medium. 71 Prozent der Patienten suchen online nach einem passenden Arzt. Dabei wünschen sich neun von zehn Patienten mehr Transparenz. 90 Prozent der Befragten vertrauen auf Erfahrungen, die andere Patienten gemacht haben. „Meinungen Dritter sind für Patienten so gut wie die einzige Quelle, um sich vor dem ersten Praxisbesuch ein Bild von einem Arzt zu machen“, sagte Philipp Goos, Geschäftsführer von jameda. © hil/aerzteblatt.de
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