Ärzteschaft

Biobanken entscheidend für den medizinischen Fortschritt

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Berlin – Die Biobanken in Deutschland und die Infrastrukturen für ihre Nutzung weiter auszubauen fordern die deutschen Biobankenforscher und -betreiber. Sie betonen, Biobanken seien ein wesentliches Element für den künftigen medizinischen Fortschritt. „Es fehlt allerdings derzeit noch an einer Finanzierung für eine übergreifende Infra­struktur, die eine nationale Bündelung und Abstimmung der Aktivitäten unterstützen und nachhaltig sichern würde“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF), Michael Krawczak, nach dem ersten nationale Biobanken-Symposium im Dezember in Berlin.

„In der Krebstherapie basieren sämtliche molekulare Tests, mit denen die Wirksamkeit und Verträglichkeit gezielter Therapien vorab überprüft wird, um unnötige Behandlungen zu vermeiden, auf wissenschaftlichen Untersuchungen an Geweben aus Biobanken“, erläuterte der Pathologe Manfred Dietel von der Charité Berlin die Bedeutung der Biobanken.

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Die meisten Biobanken arbeiten laut der TMF nach hohen Qualitätsstandards. Soge­nannte Standard Operating Procedures seien flächendeckend etabliert. Da die Biobanken sich aber untereinander immer stärker vernetzten, sei es nun notwendig, die Standards übergreifend zu harmonisieren und bei öffentlich geförderten Projekten verbindlich einzuführen.

Für diesen Abstimmungsprozess in der Biobanken-Community sei die Begleitung und Unterstützung durch eine zentrale Plattform unabdingbar. Einen Grundstein dafür lege das sogenannte Deutsche Biobanken-Register. Es richte ab sofort jährlich das Nationale Biobanken-Symposium als zweitägigen wissenschaftlichen Kongress aus.   © hil/aerzteblatt.de

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