Wie die Ernährung das Brustkrebsrisiko in der Menopause beeinflusst
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Aurora – Übergewicht und eine Gewichtszunahme in der Menopause sind wichtige Risikofaktoren für das Mammakarzinom. Tierexperimentelle Studien in Cancer Research (2012; doi: 10.1158/0008-5472.CAN-12-1653) zeigen jetzt, wie die Tumoren die Kalorien für sich rekrutieren.
Das Team um Erin Giles von der Universität von Colorado in Aurora hat mit Hilfe von Tracern an Nagern untersucht, wo Fette und Kohlenhydrate bei einer hyperkalorischen Diät gespeichert werden. Sie sind dabei auf prinzipielle Unterschiede zwischen schlanken und übergewichtigen Tieren gestoßen. Nach der Menopause, die bei den Tieren durch eine Ovarektomie indiziert wurde, speicherten die schlanken Tiere die überschüssigen Fette und Kohlenhydrate vor allem in Leber, Brustdrüse und im Skelett. Bei den übergewichtigen Tieren wurden die Fette und Kohlenhydrate dagegen auch vom Tumorgewebe des Mammakarzinoms aufgenommen.
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Die Tumoren nutzten die Energie gezielt für ihr Wachstum. Dazu wurden vermehrt Progesteron-Rezeptoren gebildet, über die das Tumorwachstum stimuliert werden kann. Der veränderte Rezeptorstatus ging mit einer Umstellung des Zellstoffwechsels einher. Durch die vermehrte Bildung von glykolytischen und lipogenen Enzymen wurde dafür gesorgt, dass die Zellen Fette und Zucker für die Energiegewinnung nutzten können.
Metformingabe positiv
Die Veränderungen ähneln laut Giles denen beim Typ 2-Diabetes. Die Forscher behandelten die Tiere deshalb mit Metformin. Diesem heute bevorzugten oralen Antidiabetikum wird neuerdings eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Tatsächlich kam es bei den Tieren unter der Metformin-Therapie zu einer Regressionen des Tumors, die auch mit einer verminderten Expression von Progesteron-Rezeptoren assoziiert war.
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