Ministerin fordert bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen
Donnerstag, 3. Januar 2013
Anita Tack dpa
Potsdam – Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung in Deutschland hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte im Gesundheitswesen gefordert. „Wir benötigen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, variable Arbeitszeitsysteme und bessere Arbeitsbedingungen in den Kliniken und in der ambulanten Versorgung“, sagte Tack am Donnerstag in Potsdam und nannte damit einen ersten Schwerpunkt ihrer künftigen Arbeit als Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK). Zum Jahresbeginn hatte Brandenburg die Leitung des Gremiums vom Saarland übernommen.
Tack sagte, bei der flächendeckenden medizinischen Versorgung dürfe keine Region vernachlässigt werden. An vielen Orten und in zahlreichen Bereichen des Gesundheitswesens seien die Anforderungen an die Beschäftigten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig würden die Arbeitnehmer immer älter und der altersbedingte Bedarf an neuen Fachkräften steige. „Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf“, sagte die Ministerin.
CDU fordert Tack zu stärkeren Anstrengungen auf
Die CDU im Brandenburger Landtag forderte Tack auf, den Vorsitz für eine intensivere Beschäftigung mit Fragen der Gesundheitsvorsorge zu nutzen. Bei Ministerin Tack, die auch für Umwelt- und Verbraucherschutz zuständig ist, spiele die Gesundheitspolitik bislang lediglich eine untergeordnete Rolle, kritisierte der CDU-Landsvorsitzende Michael Schierack. Das Gesundheitswesen müsse fit für die Herausforderungen der Zukunft gemacht werden, die insbesondere ein Flächenland wie Brandenburg beträfen.
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Ministerin fordert bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen.
Die Forderungen, egal von welcher Partei sie geäußert werden, wiederholen sich gebetsmühlenartig. Dies gilt auch für die Verbände und Organisationen, die sich neuerlich vehement dieses Themas annehmen. Schwerpunktmäßig stehen die Probleme der Versorgung und Betreuung von Kleinkindern im Vordergrund (KITA u.ä.). Nicht minder brisant sind jedoch die Schwierigkeiten, die sich für den und mit dem Teil der pflegebedürtigen Bevölkerung jeden Alters ergeben. Wann gibt es einen entsprechenden Rechtsanspruch für diese Gruppe? Hans-Dieter Falkenberg falkenberg@pghc.de
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