Politik

Pharmaindustrie will 2016 „Transparenz-Kodex“ einführen

Montag, 7. Januar 2013

München – Die Pharmaindustrie will einen neuen „Transparenz-Kodex“ einführen, um den Vorwurf der Ärztebestechung auszuräumen. „Die Patienten sollen erfahren, mit welchen Pharmaunternehmen ihre behandelnden Ärzte in welchem Umfang koope­rieren“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Pharmaverbands VfA, Birgit Fischer, dem Nachrichtenmagazin Focus. Ab 2016 will der Verband demnach öffentlich machen, welcher Arzt im Vorjahr wie viel Geld für Studien oder Vorträge bekommen oder ob eine Pharmafirma seine Fortbildung bezahlt hat.

Nach Angaben des VfA sind aber noch rechtliche Fragen offen. Die betroffenen Medi­ziner müssten zudem ihr Einverständnis geben. Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery begrüßte die Initiative. „Wer nichts zu verbergen hat, braucht Transparenz nicht zu scheuen“, sagte er dem Focus. Er verstehe aber nicht, warum die Pharmaindustrie noch drei Jahre warten wolle.

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Auch die Korruptionsbekämpfer der Organisation Transparency International unter­stützen das Vorhaben der Pharmaindustrie: „Das ist die richtige Richtung“, sagte Vorstand Wolfgang Wodarg dem Magazin.

In den vergangenen Tagen war eine heftige Diskussion über Korrpution bei Ärzten entbrannnt. Es wurden Forderungen an die Bundesregierung laut, gesetzliche Regelungen zu schaffen, um die Bestechlichkeit bei niedergelassenen Ärzten unter Strafe stellen. Bislang können nur angestellte Ärzte wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme nach dem Strafgesetzbuch belangt werden. Das Bundesgesund­heitsministerium prüft derzeit, „welche Handlungsoptionen sinnvoll sind“. © afp/aerzteblatt.de

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Thelber
am Montag, 7. Januar 2013, 14:23

Offener U?mgang mit Sponsering !

Das ist es doch, was zählt.

Wobei die wesentlichen Gründzüge ja evident sind - da benötige ich eigentlich nur ein kleines bisschen Grips:
Die Pharmaindustrie Schickt uns Medizinern ihre >"Referenten" nicht aus Nettigkeit. Sondern ganz schlicht und einfach, um der Konkurrenz Verordnungen abzuluchsen und diese in die eigene Produktpalette umzuleiten. Basta. Und der beste Beweis dafür dass das funktioniert sind die adrett gekleideten Damen und freundlichen Herren, die jeder von uns während der Sprechstundenzeit in den Arztpraxen kommen und gehen sehen kann. so er will. Deren Gehälter werden ganz sicher nicht "umsonst" aus gegeben. Da muss schon was zurück kommen.
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