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Pädiatrie: Impfungen im Oberschenkel mit weniger Lokalreaktionen

Montag, 14. Januar 2013

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Seattle – In den ersten drei Lebensjahren kommt es nach einer intramuskulären Impfung häufiger zu Lokalreaktionen, wenn die Injektion in den Oberarm  statt in den Ober­schenkel erfolgt. Dies geht aus einer retrospektiven Analyse in Pediatrics (2013; doi: 10.1542/peds.2012-2617) hervor.

Intramuskuläre Injektionen sind für Säuglinge und Kleinkinder oft schmerzhaft. Viele Pädiater bevorzugen deshalb instinktiv die größere Muskulatur am Oberschenkel gegenüber dem Deltamuskel des Oberarms. Auch die Rate von Lokalreaktionen ist nach Impfungen in den Oberschenkel niedriger, was Lisa Jackson vom Group Health Research Institute in Seattle jetzt für die DTaP-Impfung nachweisen kann.

Jackson hat die Daten einer Datenbank (Vaccine Safety Datalink) der Centers for Disease Control and Prevention ausgewertet, die für die Jahre 2002 bis 2009 6 Millionen i.m.-Impfungen (außer DTaP auch Influenza und Hepatitis A) bei 1,4 Millionen Kindern ausweist.

Ergebnis: Für die Altersgruppe von 12 bis 35 Monaten kam es nach einer DTaP-Impfung (gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis) zu 88 Prozent häufiger zu einem erneuten Arztbesuch aufgrund einer Lokalreaktion, wenn die Kleinkinder die Impfung in den Oberarm erhalten hatten statt in den Oberschenkel. Auch in der Altersgruppe von 3 bis 6 Jahre war die Rate um 41 Prozent erhöht. Die Assoziation war hier allerdings nicht signifikant, so dass ein Zufallsergebnis nicht ausgeschlossen werden kann.

Bei den beiden anderen intramuskulären Impfungen (gegen Influenza und Hepatitis A) konnte Jackson keine Unterschiede feststellen. In einer früheren Studie hatte die Forscherin herausgefunden, dass weder Ibuprofen noch Paracetamol einer Lokalreaktion vorbeugen können.

© rme/aerzteblatt.de

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