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Neuer HTA-Bericht zu exzessivem Schreien bei Babys

Montag, 14. Januar 2013

Köln – Ansätze gegen exzessives Schreien bei Kindern haben Wissenschaftler im Auf­trag des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) untersucht. Die Autoren fassen ihre Ergebnisse in einem sogenannten HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, wissenschaftliche Bewertung gesundheits­relevanter Verfahren und Technologien).

Dabei fanden sie keine Belege für die Wirksamkeit sogenannter Schreiambulanzen, wohl aber Hinweise dafür, dass einzelne Maßnahmen bei exzessivem Schreien nützen können, zum Beispiel bestimmte Ernährungsveränderungen, Akupunktur oder psychologische Ansätze.

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Für ihren Bericht identifizierten die Autoren 23 wissenschaftliche Studien. Diese zeigen, dass unter anderem eine angepasste Ernährung das Schreien der Kinder reduziert. Demnach halfen eine pflanzliche Mischung aus Fenchel, Kamille und Melisse, eine Fenchelsamen-Emulsion, allergenarme Kost, Kräutertee und Saccharose-Lösungen sowie ein Verzicht auf Kuhmilchprodukte.

Auch der Akupunktur weisen Studien positive Effekte nach. Sie konnte bei Säuglingen Dauer und Intensität des Schreiens verringern. Entwicklungsberatung, psychothera­peutische Gespräche und Kommunikationsanleitungen können ebenfalls dazu beitragen, exzessives Schreien zu vermindern und die Eltern zu stabilisieren.

Säuglinge gelten als „Schreibabys“, wenn sie mindestens drei Wochen lang mindestens drei Tage pro Woche mehr als drei Stunden weinen. Exzessives Schreien sei eine ernst zu nehmende Belastung und gefährde die kindliche Entwicklung, betonen die Autoren.    hil

© hil/aerzteblatt.de

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