Intensivmedizin ist interdisziplinär
Montag, 14. Januar 2013
Heidelberg – Auf die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Fachgruppen in der Intensivmedizin haben Experten des Universitätsklinikums Heidelberg hingewiesen. „Wenn Anästhesisten, Chirurgen, Internisten, Apotheker, Hygiene-Experten und andere optimal zusammenarbeiten, können heute erstaunliche Erfolge erzielt werden“, sagte Stefan Hofer, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Anästhesiologischen Universitätsklinik Heidelberg. Die fachgerechte Intensivpflege spiele dabei die entscheidende Rolle. „Heute können wir viele Patienten retten, deren Prognose noch vor zehn Jahren sehr schlecht gewesen wäre“, betonte er.
Schon 2004 haben die Anästhesiologische und die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg das sogenannte Heidelberger Interdisziplinäre Forum Intensivtherapie für alle an der Intensivmedizin beteiligten Fachdisziplinen ins Leben gerufen. „Unser wichtigstes Ziel ist es, bewährte Behandlungsstrategien weiterzugeben“, sagte Hofer.
Ein Beispiel dafür ist die Sepsisbehandlung. Laut den Heidelberger Kliniken ist sie die dritthäufigste Todesursache in Deutschland, auf den Intensivstationen sogar die häufigste. Die Sepsis möglichst schnell zu erkennen und sofort richtig zu reagieren, kann Leben retten. Dabei hilft der „Heidelberg Sepsis Pathway“ – eine Therapieempfehlung mit Checklisten, die das Team der Anästhesiologischen Universitätsklinik nach internationalen Behandlungsleitlinien erarbeitete und die kontinuierlich auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht wird.
© hil/aerzteblatt.de
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