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Aufruf zur Grippeimpfung in Baden-Württemberg

Dienstag, 15. Januar 2013

Stuttgart – Zu einer Grippeimpfung haben die Sozialministerin Baden-Württembergs, Katrin Altpeter (SPD), und der Leiter des Landesgesundheitsamtes, Günter Schmolz, älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen geraten. „Unterschätzen Sie die Krankheit nicht. Für wirksamen Grippeschutz ist es noch nicht zu spät“, sagten sie in Stuttgart.

Beim Landesgesundheitsamt wurden seit Anfang Oktober 2012 insgesamt 126 Nach­weise von Influenzaviren aus 28 Stadt- und Landkreisen registriert, 38 Patienten mussten stationär behandelt werden. Seit dem Jahreswechsel ist die Zahl der Neu-Erkran­kungen deutlich gestiegen. „35 Meldungen in der letzten und 28 in dieser Woche zeigen, dass die saisonale Grippewelle jetzt auch Baden-Württemberg erreicht hat“, so Altpeter.

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Bei Influenza ist nur der Nachweis des Erregers im Labor, nicht aber die vom Arzt festgestellte Erkrankung meldepflichtig. Da nicht bei jeder Grippeerkrankung eine Laboruntersuchung erfolgt, ist die genaue Zahl der Influenza-Erkrankungen unbekannt.

Erfahrungsgemäß werde der Gipfel der Influenzawelle erst in einigen Wochen erreicht, so dass sich bei rascher Impfung viele Menschen noch rechtzeitig vor der Erkrankung mit ihren teils schweren Verläufen schützen könnten, hieß es aus dem baden-württem­bergischen Sozialministerium. „Die derzeit zirkulierenden Grippe-Erreger werden vom aktuellen Influenza-Impfstoff gut erfasst“, versicherte Schmolz. Mit einem Schutz gegen die Erkrankung sei nach rund zwei Wochen zu rechnen. © hil/aerzteblatt.de

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kairoprax
am Mittwoch, 16. Januar 2013, 13:41

"derzeit zirkulierenden Grippe-Erreger ...

... werden vom aktuellen Influenza-Impfstoff gut erfasst" - was heißt denn das?
Die meisten der derzeit erfaßten etwa 40 wöchentlichen Fälle in Baden-Württemberg waren angeblich nicht typisiert und damit weder H1N1 noch H3N2 zuordenbar. Was also heißt "erfaßt".

Inflexal hat immer noch H1N1 ("Schweinegrippe") neben H3N2 - trotz der schlechten Nutzen-Schaden-Relation beim H1N1-Vakzim, die oim Oktober Schlagzeilen verursacht hat.
Berigripal und Fluad galten als verunreinigt - sind sie inzwischen sauber?
Zu Fluenz liegen in Deutschland noch keine Langzeiterfahrungen vor.
Bei Influvac, Intanza und Mutagrip gibt es anscheinedn Engpässe.
Welche Impfstoffe decken demnach die zirkulierenden Erreger ab?
Und was heißt bei einer Zahl von 30-40 Fällen unter 10 Millionen Baden-Württembergern üvberhaupt "zirkulieren"?

Zu allem Übel bezieht sich die Impfempfehlung erneut auf die "älteren Menschen". Dabei ist im RKI-Report nach wie vor sehr wohl erkennbar, daß die Gruppe der über 60-jährigen bei den Meldungen der Atemwegserkrankungen weitaus weniger in Erscheinu8ng treten als die Gruppe der Kinder und Jugendlichen - weitaus weniger heißt, es besteht ein Verhältnis von etwa 1:20!

Drittens ist der zu erwartende Erkrankungsgipfel so bald erreicht, daß eine Impfung voraussichtlich ins Leere gehen wird.

Ich frage mich, was das soll, daß sich der Chef des Landesgesundheitsamts und eine Landesministerin so vor den Karren der Industrie spannen lassen.
Die mangelnde Impf-Inanspruchnahme lag 2012 / 21013 erkennbar an eigennützigen Absprachen zwischen einzelnen großen Krankenkassen und einzelnen großen Pharmafirmen. Ärzte haben versucht, saubere und vertretbare Impfstoffe zu bekommen und wurden nur auf die verwiesen, deren Hersteller den Krankenklassen Geschenke machten.
Es ist jetzt, am Ende der Grippesaison, daraus kein erkennbarer gesundheitlicher Schaden entstanden - anders als bei dem mutmaßlichen Gewinneinbruch bei der Industrie.

Ich bitte für die Saison 2013 / 2014 um einen verantwortlicheren Umgang mit der Impfung und mit der Wahrheit.

Dr. Karlheinz Bayer, Bad Peterstal

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