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Nichtraucherschutz senkt Asthmarate bei Kindern

Montag, 21. Januar 2013

London – Die Befürchtung, dass Raucher infolge des Rauchverbots in den Pubs auf Privaträume ausweichen, hat sich offenbar nicht bestätigt. Ein Anstieg der Asthmarate bei Kindern ist ausgeblieben. Eine Studie in Pediatrics (2013; 131: 1-7) dokumentiert sogar einen Rückgang und die Umkehrung eines jahrelangen Trends.

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In den Jahren vor 2007 ist in England jedes Jahr die Zahl der Hospitalisierungen von Kindern wegen Asthma bronchiale um 2,2 Prozent gestiegen. Den Gipfel erreichte der Trend 2006/7 mit 26.969 Krankenhausbehandlungen. Im folgenden Jahr ging die Rate um 8,9 Prozent zurück. Seither sinkt die Zahl der Einweisungsdiagnosen an Asthma bei Kindern jedes Jahr um weitere 3,4 Prozent. Allein bis 2010 mussten 6.802 weniger Kinder wegen akuter Exazerbationen ihrer obstruktiven Lungenerkrankung in einer Klinik versorgt werden.

Für diese Zahlen seiner Analyse hat Christopher Millett vom Imperial College London nur eine Erklärung. Am 1. Juli 2007 trat in England ein umfassender Nichtraucherschutz in Kraft. Seither darf am Arbeitsplatz sowie in Restaurants und Pubs nicht mehr geraucht werden. Kritiker hatten damals befürchtet, dass dann vermehrt zuhause geraucht werde – zum Schaden der Kinder, die vermehrt an Asthma erkranken würden.

Dass nun dass Gegenteil eingetreten ist, führt Millett auf die Signalwirkung des Nichtraucherschutzes zurück. Die Raucher hätten verstanden, dass Rauchen die Gesundheit ihrer Mitmenschen gefährdet. Was man aber gegenüber Freunden und Fremden im Pub nicht darf, möchte man auch der eigenen Familie zuhause nicht zumuten. Auch dort würden nach dieser Logik immer mehr Menschen für die Zigarettenpause auf den Balkon oder vor die Tür treten. © rme/aerzteblatt.de

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