Zahl der Apotheken in Deutschland weiterhin rückläufig
Freitag, 1. Februar 2013
dapd
Berlin – Erstmals seit 1994 gibt es in Deutschland weniger als 21.000 Apotheken: Die Zahl der Betriebsstätten sank im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 20.934. Dies hat eine Abfrage des Branchendienstes Apotheke Adhoc unter den Apothekerkammern der Bundesländer ergeben.
Insgesamt mussten demnach 2012 mehr als 480 Apotheken schließen, 185 wurden neu eröffnet. Wie bereits im Vorjahr ist Bremen von dem Rückgang besonders betroffen: Dort schlossen fast fünf Prozent der Apotheken. Auch in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland machten überdurchschnittlich viele Apotheken dicht. Dagegen sah es in den neuen Bundesländern und in Hessen vergleichsweise besser aus.
Insgesamt liegt die Zahl auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren: 1994 gab es 20.903 Apotheken. Bereits zwischen 2000 und 2003 sank die Apothekendichte, wurde dann jedoch durch die Zulassung von Filialapotheken im Jahr 2004 kurzfristig gestoppt. Seit 2008 ist der Trend wieder negativ. So sank die die Zahl der Apotheken in den vergangenen fünf Jahren um 668. © hil/aerzteblatt.de
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