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In Hamburg drohen weitere Ärzteproteste

Dienstag, 5. Februar 2013

Hamburg – 95 Prozent der Hamburger Vertragsärzte und -psychotherapeuten befürwor­ten Proteste gegen die Sparpolitik der Kassen. Das ergab eine Urabstimmung, welche die Kassenärztliche Vereinigung (KV) organisiert hatte. Rund die Hälfte der Vertragsärzte und -psychotherapeuten haben daran teilgenommen.

Das Ergebnis zeige, wie geschlossen die KV-Mitglieder hinter der Forderung nach einer gerechten Honorierung der ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen stünden, sagte der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Michael Späth. Zugleich machten die Ergebnisse deutlich, wie empört die Niedergelassenen tatsächlich seien.

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Laut der Umfrage unterstützen 67,7 Prozent alle Protestmaßnahmen, 91,1 Prozent sprachen sich für einen Boykott der Kassen aus, 81,1 Prozent für einen Schulterschluss mit den Patienten und 77 Prozent für Praxisschließungen.

In der vergangenen Woche hatte die KV-Vertreterversammlung „die Verweigerungs­haltung der Krankenkassen bei den Honorarverhandlungen und der Besetzung des Schiedsamtes“ kritisiert. „Dieser Streik der Kassen gegenüber den Ärzten ist ein Schlag ins Gesicht jedes Arztes und Psychotherapeuten, der täglich verantwortungsvoll die Versorgung der Versicherten dieser Kassen sicherstellt, im Gegenzug aber behandelt wird wie ein lästiger Bittsteller“, formulierte die Vertreterversammlung in einer Resolution.

Besondere Kritik übten die Delegierten an den Ersatzkassen: „In diesem Zusammenhang wertet es die VV als noch nie dagewesenen Affront, dass die Ersatzkassen als Vorsitzen­den des Schiedsamtes einen ehemaligen langjährigen Mitarbeiter des Bundesverbandes der Ersatzkrankenkassen vorgeschlagen haben“, heißt es in der Resolution. © hil/aerzteblatt.de

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