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Handreichung zum Umgang mit dementen Klinikpatienten vorgestellt

Mittwoch, 6. Februar 2013

Köln – Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) hat eine Informa­tions­schrift zum Umgang mit demenziell veränderten Patienten im Krankenhaus vorge­stellt. Sie soll Kliniken anregen, sich intensiv und konkret mit der Betreuung und Begleitung betroffener Patienten auseinanderzusetzen.

Die Handreichung basiert auf einem gemeinsamen Projekt des dip und der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenhäuser in der Erzdiözese Köln, das unterschiedliche Handlungsfelder zum Umgang mit stationären Demenzpatienten definiert.

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Neben einer notwendigen Sensibilisierung zum Thema soll demnach die Einbindung der Angehörigen und das Ehrenamt weiter ausgebaut, die bestehende Netzwerkarbeit intensiviert und Demenzbeauftragte benannt werden. Ferner gelte es, den Umgang mit Psychopharmaka kritisch zu hinterfragen und zu standardisieren.

Zuvor hatte eine bundesweite Befragung von Chefärzten und leitenden Pflegekräften ergeben, dass jede Klinikstation durchschnittlich zwei Patienten mit einer Nebendiagnose Demenz betreut und die Bedeutung des Themas entsprechend hoch eingestuft wird. Laut Befragung stellt vor allem der Mobilitätsdrang der Demenzkranken das Klinikpersonal vor große Probleme. So werde eine notwendige Bettruhe von den betroffenen Menschen meist nur unzureichend eingehalten.

Laut dip werden 2030 bereits zwei von drei Patienten über 60 Jahre alt sein. Ebenso werde sich die Zahl der an Demenz erkrankten Patienten weiter erhöhen. © hil/aerzteblatt.de

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