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Virtuelle Seziertische unterstützen anatomische Ausbildung am Uniklinikum Heidelberg

Mittwoch, 6. Februar 2013

Heidelberg – In den Präpariersälen des Instituts für Anatomie der Universität Heidelberg verhelfen jetzt zwei „Virtuelle Seziertische“ Medizinstudenten zu einer besseren Orientierung im menschlichen Körper: Sie zeigen die lebensgroße, dreidimensionale Darstellung eines Menschen, die an beliebigen Stellen geschnitten und – anders als bei der realen Präparation – von allen Seiten betrachtet werden kann.

So erhalten die Medizinstudenten, parallel zum Präparieren der Leichen, am tisch­großen, horizontalen Bildschirm einen hervorragenden Überblick über die Lage von Organen, Blutgefäßen oder Nervenfasern.

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Die Darstellungen des virtuellen Seziertisches basieren auf realen Schnittbildern, Daten der 3D-Computertomographie (CT) sowie graphischen Abbildungen der Strukturen, die mit bildgebenden Verfahren nur schwer zu erkennen sind: So können etwa CT-Aufnahmen der inneren Organe und des Skeletts um exakte Zeichnungen des Gefäß- und Nervensystems ergänzt werden.

Auch Kombinationen mit Röntgenbildern oder Aufnahmen aus dem Magnetresonanz­tomographen (MRT) sind möglich. „Die Studierenden wechseln zwischen den verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten, kombinieren sie und erhalten so einen sehr guten Überblick“, erklärt Sara Doll, die als präparationstechnische Assistentin der Fachrichtung Medizin den Präparierkurs betreut.

Ist der Präparierkurs im Medizinstudium noch zeitgemäß? Start

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Ist der Präparierkurs im Medizinstudium noch zeitgemäß?


Darüber hinaus bereichert der neue Seziertisch auch das Seminar „Virtuelle Anatomie“, welches das Institut für Anatomie als einziges Lehrinstitut in Deutschland in dieser Ausführung anbietet. Im Seminar arbeiten die Studierenden in der Vorklinik mit Programmen, die Radiologen ursprünglich für die Klinik entwickelt haben. Dabei können sie ihre Anatomiekenntnisse vertiefen und lernen, klinische Schnittbilder verschiedener radiologischer Verfahren wie der Computer- oder Magnetresonanztomographie richtig einzuordnen, zu interpretieren und zu bearbeiten. © hil/aerzteblatt.de

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