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Diabetiker können direkt nach dem Spritzen von Normalinsulin essen

Montag, 11. Februar 2013

Jena – Insulinpflichtige Typ-2-Diabeter können direkt nach dem Spritzen von Normal­insulin essen, die häufig empfohlene Pause nach der Insulinspritze von 20 bis 30 Minuten ist offenbar unnötig. Das berichten Wissenschaftler um Nicolle Müller aus dem Funktionsbereich Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Jena (UKJ) und Thomas Frank aus Merseburg in der Zeitschrift Diabetes Care (doi 10.2337/dc12-1694).

Rund sieben Prozent der Deutschen leiden an Diabetes, die meisten davon an einem Altersdiabetes. Nach längerer Krankheitsdauer reicht oft das Insulin, das die eigene Bauchspeicheldrüse produziert, nicht mehr aus und die Betroffenen benötigen Insulin­injektionen.

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Die 100 Probanden mit Diabetes Typ 2 waren zwischen 40 und 80 Jahre alt und wurden für die in zwei Untersuchungsgruppen eingeteilt: „49 Probanden der ersten Gruppe wurden vier Wochen lang untersucht, wie sich ein Spritz-Ess-Abstand von 20 Minuten auswirkt, in den anderen vier Wochen aßen sie gleich nach der Injektion“, beschreibt Müller die Anordnung der Cross-Over-Studie.

Bei der zweiten Gruppe mit 51 Probanden führten die Wissenschaftler den gleichen Versuch durch, nur in umgekehrter Reihenfolge. Sie bestimmten bei den Studien­teilnehmern den Langzeitwert HbA1c, das Blutzuckerprofil, Anzeichen einer Unter­zuckerung, Lebensqualität und die Behandlungszufriedenheit.

„Der Langzeitwert HbA1c-Wert schwankte um 0,08 Prozent und blieb damit nahezu konstant, unabhängig davon, ob gewartet oder gleich gegessen wurde. Dieses Ergebnis erleichtert den Patienten mit Diabetes Typ 2 den Alltag und verbessert die Therapie­treue“, so Müller.

Der Spritz-Ess-Abstand hatte keinen sichtbaren Einfluss auf eine Hypoglykämie, das Blutzuckerprofil zeigte ebenfalls keine Unterschiede. „87 Prozent unserer Probanden möchten lieber auf den Spritz-Ess-Abstand verzichten. Sie waren ohne Pause deutlich zufriedener mit der Behandlung“, erklärte die Studienleiterin. © hil/aerzteblatt.de

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drmcschmidt
am Dienstag, 12. Februar 2013, 08:23

Endlich

Das bringen wir den von uns betreuten Diabetikern schon viele Jahre so bei. Der SEA birgt mehr Gefahren, als dass er nutzt. Endlich steht es auch mal in einem hochrangigen Journal.

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