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Malignes neuroleptisches Syndrom durch Alzheimermedikament Donepezil

Donnerstag, 21. Februar 2013

Bonn – Unter der Behandlung von Alzheimer-Patienten mit Donepezil ist es vereinzelt zur Entwicklung eines malignen neuroleptischen Syndroms (MNS) gekommen. Da diese psychiatrische Komplikation lebensgefährlich ist, will das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Anraten der European Medicines Agency (EMA) einen Warnhinweis in die Produktinformation aufnehmen.

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Das MNS ist gekennzeichnet durch Hyperthermie, Rigidität, vegetative Instabilität und Veränderungen des Bewusstseins. Die Muskelsteifigkeit kann zu einer Schädigung der Muskelzellen führen. Bei einer Rhabdomyolyse können Bestandteile der zerfallenden Muskelzellen dann ein akutes Nierenversagen auslösen.

Das MNS wurde zuerst als Nebenwirkung von Neuroleptika beobachtet. Auch einige Patienten, die unter Donezepil ein MNS entwickelten, wurden gleichzeitig mit Antipsychotika behandelt. Das BfArM rät, die Therapie mit Donezepil vorsorglich abzubrechen, wenn die Patienten Symptome eines MNS zeigen oder ein unklares, hohes Fieber entwickeln.

Die Änderungen werden nach dem Abschluss des sogenannten Stufenplanverfahrens in die Fachinformationen aufgenommen, sofern die Hersteller keine begründeten Einwände erheben. © rme/aerzteblatt.de

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