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Forschungsprojekt zum Ewing-Sarkom in Münster

Freitag, 22. Februar 2013

Münster – Ein Forschungsnetz namens PROVABES gegen das Ewing-Sarkom haben Wissenschaftler aus fünf europäischen Ländern gebildet. „PROVABES“ steht für „Prospektive Validierung von Biomarkern bei Patienten mit Ewing-Sarkom“, Uta Dirksen, Oberärztin an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitäts­klinikums Münsters, wird das Projekt leiten.

Das Ewing-Sarkom ist eine seltene und bösartige Tumorerkrankung, die besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen auftritt und schwer heilbar ist.

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Dirksen und ihre Kollegen werden spezifische Merkmale auf molekularer und Protein­ebene an den Tumoren und im Blut der Patienten untersuchen, anhand derer sie die Patienten bestimmten Risikogruppe zuordnen können. „Da nach der Risikogruppe die Prognose und die Behandlungsform – ob Chemotherapie, Operation, Bestrahlung oder eine Kombination daraus – bestimmt werden, ist eine korrekte Einstufung so wichtig“, erläutert Dirksen. Die Wissenschaftler wollen sich dabei auf die Relevanz von fünf Tumormarkern konzentrieren, die bisher nur im kleineren Rahmen erforscht wurde.

PROVABES ist auf drei Jahre befristet und erhält für diesen Zeitraum insgesamt etwa 1,6 Millionen Euro von ERANET, einem Verbund aus verschiedenen europäischen Forschungs­­ministerien. Die Fördergelder waren ausgeschrieben worden, zehn von 117 eingereichten Projekten erhielten einen Zuschlag. „Wir freuen uns sehr darüber, dazu zu gehören, weil das Ewing-Sarkom eine sehr seltene Krebsart ist und bei solchen Ausschreibungen meist häufigere Krebsarten Vorrang erhalten“, so Dirksen. © hil/aerzteblatt.de

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