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Barmer Gek führt Zweitmeinung vor Rückenoperationen ein

Mittwoch, 6. März 2013

Wuppertal – Eine ärztliche Zweitmeinung übernimmt die Krankenkasse Barmer Gek ab sofort für Patienten, die vor einer Rückenoperation stehen. „Die Zahl der Operationen an der Wirbelsäule ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen, obwohl Experten seit Jahren auf die Risiken und den teilweise begrenzten Nutzen hinweisen“, sagte Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Krankenkasse.

In sechs Jahren sei die Zahl der Wirbelsäulen-OPs um rund 75 Prozent gestiegen. „Durch eine differenzierte Indikationsstellung und geeignete konservative Behandlungs­alternativen ließe sich ein erheblicher Teil der geplanten Eingriffe verhindern und mehr Nachhaltigkeit in der Behandlung von Rückenschmerzen erzielen“, so Schlenker.

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Die Krankenkasse bietet die Patienten vor einer geplanten Rückenoperation zunächst eine telefonische Beratung und danach innerhalb einer Woche einen Termin bei einem niedergelassenen Rückenspezialisten in Wohnortnähe. „Ziel dabei ist es, Patienten mehr Sicherheit für seine persönliche Therapieentscheidung zu geben und bei Bedarf eine alternative Behandlungsplanung einzuleiten“, hieß es aus der Krankenkasse.

Rückenschmerzen gehören in Deutschland zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen. Rund 20 Millionen Menschen sind betroffen und zum Teil massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. © hil/aerzteblatt.de

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normalerdoktor
am Mittwoch, 13. März 2013, 00:11

Starke Budgetierung von Physiotherapie

Leider hört man regelmäßig von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, dass ihnen ihre Haus- (und andere) Ärzte nur in sehr begrenztem Umfang Physiotherapie verschreiben können, da diese Leistung offenbar stark budgetiert ist.

Neben der grundsätzlich sicher begrüßenswerten Initiative zur strengeren Indikationsstellung bei Eingriffen an der Wirbelsäule sollten die GKV dann auch endlich dafür sorgen, dass ausreichend Mittel für die "alternative Behandlungsplanung" zur Verfügung stehen.

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