Politik

Pflegedachverband ECHO mahnt EU-weite Pflegestrategie an

Mittwoch, 6. März 2013

Brüssel – Der europäische Pflegedachverband ECHO fordert eine EU-weite Strategie für die Pflege. So könnten mehr Investitionen in diesen Bereich nicht nur die steigende Nachfrage in allen EU-Mitgliedsländern decken, sondern auch viele Arbeitsplätze schaffen, erklärte ECHO-Präsident Alberto de Santis gestern bei einer Pflegekonferenz in Brüssel. Die dadurch erzielten Einnahmen würden teilweise sogar die Ausgaben für Langzeitpflege wieder wettmachen.

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Bislang fehlen den Angaben zufolge EU-weit rund eine halbe Millionen Plätze für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen; betroffen seien davon besonders Italien mit rund einem Minus von 150.000 Plätzen, sowie Polen und Rumänien. Ziel müsse es sein, wenigstens 6.000 Plätze pro eine Million Einwohner zur Verfügung zu stellen, so de Santis.

Deutschland hat den Angaben zufolge diese Vorgabe mit mehr als 10.000 Plätzen pro Millionen Einwohner bereits erfüllt. Die nötigen Investitionen für die erforderliche Pflegebettenzahl würden Echo zufolge mehr als 760.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem führten sie durch steigende Sozialabgaben zu mehr Einnahmen.

In Europa sind den Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat zufolge zurzeit 20 Millionen Menschen pflegebedürftig; das sind vier Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Gleichzeitig steigt der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre. Schätzungsweise sind bis 2040 rund 30 Prozent der Menschen in der EU älter als 65; im Jahr 2008 waren es noch 25,4 Prozent. © kna/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Freitag, 22. März 2013, 12:48

Pflegedachverband ECHO......

Bei der Einnahme-/Ausgaberechnung muss immer berücksichtigt werden, dass ca. 30 Prozent der Kosten über die Sozialhilfe finanziert werden (Subsidiaritätsprinzip), da die Zuschüsse der Pflegeversicherung und der Eigenanteil der Pflegebedürftigen bzw. deren Angehöriger nicht ausreicht.
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