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Herzinsuffizienz: Schlafstörungen als Risiko

Mittwoch, 6. März 2013

Trondheim – Menschen mit schweren Schlafstörungen erkranken im späteren Leben deutlich häufiger an einer Herzinsuffizienz. Dies ergab eine prospektive Studie im European Heart Journal (2013; doi: 10.1093/eurheartj/eht019). Die norwegische „Helseundersøkelsene i Nord-Trøndelag“ (HUNT) gehört zu den weltweit größten Beobachtungsstudien. Die zweite Kohorte umfasst fast 70.000 erwachsene Bewohner der Provinz Nord-Trøndelag.

Seit 1995/1997 erhalten sie regelmäßig Fragebögen zu ihrem Gesundheitszustand. Drei Fragen betrafen die Schlafqualität. Die Teilnehmer sollten angeben, wie oft sie unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen leiden, und ob der Schlaf für sie eine erholsame Wirkung hat. Lars Laugsand von der Technisch-naturwissenschaftlichen Universität (NTNU) in Trondheim hat die Antworten von 54.279 zu Beginn herzgesunden Teilneh­mern mit der späteren Erkrankungen an einer Herzinsuffizienz in Beziehung gesetzt.

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Die Erkrankung wurde im Verlauf der folgenden 11,3 Jahre insgesamt 1.412 Mal diagnostiziert. Laugsand konnte eine dosisabhängige Assoziation zu den Schlaf­störungen ermitteln. Teilnehmer mit nur einer der drei Störungen hatten kein erhöhtes Risiko, bei zwei Schlafstörungen war das Risiko um 35 Prozent erhöht. Hier war der Zusammenhang statistisch noch nicht signifikant.

Doch bei den Erwachsenen, die über alle drei Symptome klagten, kam es 4,53-fach häufiger zu einer Herzinsuffizienz als bei Einwohnern, die keine Probleme mit dem Schlaf hatten. Aufgrund der genauen Befragungen konnte Laugsand eine Reihe von anderen bekannten Risikofaktoren für die Herzinsuffizienz wie Übergewicht, Diabetes, Bewe­gungs­mangel, Hypertonie, Rauchen oder Alkohol als Erklärung für die Assoziation ausschließen.

Auch die Dosis-Wirkungs-Beziehung spricht dafür, dass der Schlaf ein auslösender Faktor sein könnte. Beweisen kann dies eine prospektive Beobachtungsstudien jedoch nicht. Zu den bekannten Risikofaktoren für Herzkrankheiten gehört ein Schlafapnoe-Syndrom, das mit einem unruhigen Schlaf einhergeht. Das wiederholte Erwachsen führt dabei zu einer Aktivierung des Sympathikotonus mit einer vermehrten Freisetzung von Stresshormonen, die auch für die von Laugsand gefundenen Assoziation als Erklärung infrage kommt. © rme/aerzteblatt.de

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