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Schlafmangel fördert Appetit und Gewichtszunahme

Dienstag, 12. März 2013

Boulder – Wer abends lange wach ist, verbraucht zwar etwas mehr Energie als im Schlaf. Er nimmt aber noch mehr Kalorien zu sich, als er während dieser Zeit verbrennen kann. Als Folge des Schlafmangels machte sich in einer Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2013; doi: 10.1073/pnas.1216951110) schon nach wenigen Tagen eine Gewichtszunahme bemerkbar.

Die Teilnehmer der Studie, 16 gesunde junge Männer und Frauen, verbrachten zwei Wochen im Sleep and Chronobiology Laboratory der Universität von Colorado in Boulder. Die Zimmer waren nach außen hermetisch abgeschlossen. Das Team um Kenneth Wright konnte die Sauerstoff- und Kohlendioxid-Konzentration in der Raumluft exakt messen.

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Aus den Veränderungen schlossen sie auf den Energieverbrauch im Körper der Probanden. Nach einer Eingewöhnungszeit wurde die Schlafzeit einer Gruppe auf 5 Stunden verkürzt, während bei den anderen die Lichter für neun Stunden ausgeschaltet blieben. Nach einer Übergangszeit wechselten in einem Cross-Over die Schlafzeiten der Teilnehmer.

Der Schlafmangel wirkte sich unmittelbar auf den Energieverbrauch aus. Der Tagesverbrauch stieg um etwa 5 Prozent an. Gleichzeitig stieg aber auch der Appetit, den die Teilnehmer ungehindert stillen durften. Nach den Berechnungen von Wright nahmen sie etwa 6 Prozent mehr Kalorien zu sich als die Langschläfer. Der Unterschied machte sich auf der Waage in einer Gewichtszunahme um durchschnittlich 0,82 kg bemerkbar.

Der Grund für die vermehrte Kalorienzunahme ist nicht ganz klar, denn das Hormonprofil (Ghrelin, Leptin und Peptid YY) lieferte dem Körper eigentlich das Signal, dass die Speicher voll sind und keine zusätzlichen Kalorien benötigt werden. Ein Grund könnte die Störung der zirkadianen Rhythmik liegen.

Wright konnte eine Verschiebung der nächtlichen Melatonin-Ausschüttung feststellen. Nach dem Wechsel auf die kürzeren Nächte schränkten die Probanden dann unbewusst ihre Energiezufuhr wieder ein. Sie nahmen vor allem weniger Kohlenhydrate und Fette zu sich.

Die Forscher bemerkten einen geschlechtsspezifischen Unterschied: Die Männer neigten auch bei ausreichendem Schlaf zu einer Gewichtszunahme, während die Frauen die Energiebilanz einhalten konnten, solange sie genügend Schlaf bekamen. Die Experimente liefern eine Erklärung für die Ergebnisse epidemiologischer Studien, die wiederholt die Adipositas mit einem Schlafmangel in Verbindung gebracht haben. Wright glaubt zwar nicht, dass sich die Adipositas auf einen einzelnen Faktor reduzieren lässt. Ausreichender Schlaf könnten seiner Ansicht nach aber die Erfolgschancen einer Diät erhöhen. © rme/aerzteblatt.de

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riyad
am Mittwoch, 13. März 2013, 17:20

Keine Ueberraschung

Ja das glaube ich auch, aber die Frage ist ' warum'.

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