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EU-Parlament will mehr Forschung über hormonstörende Substanzen

Donnerstag, 14. März 2013

Straßburg – Das Europaparlament hat die EU und ihre Mitgliedsländer aufgefordert, mehr Geld in die Forschung über hormonstörende Substanzen zu investieren. Seit etwa 20 Jahren sei ein Anstieg mutmaßlich hormonbezogener Störungen wie etwa verschlech­terte Spermienqualität oder verfrühter Beginn der Pubertät festzustellen, erklärten die Abgeordneten am Donnerstag in Straßburg in einer Entschließung. Dies müsse besser erforscht werden. Potenziell hormonstörende Stoffe – sogenannte endoktrine Disrup­toren – sind unter anderem einige Pestizide, Dioxine und Kunststoffadditive.

Zwar sei noch nicht endgültig bewiesen, dass diese Substanzen die Ursache für hormonbedingte Störungen bei Menschen seien, heißt es in der Entschließung. Dennoch seien vorsorgliche Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit notwendig. Dies gelte besonders für Risikogruppen wie Schwangere und Kinder.

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Nach den Willen des Parlaments soll die EU-Kommission auf Grundlage internationaler Normen, etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zunächst Kriterien zur Identifizierung potenziell hormonstörender Substanzen – die etwa in Kunststoffprodukten, Baustoffen, Möbeln oder Fußbodenbelägen enthalten sein können – erarbeiten. Bis Ende 2014 solle die Brüsseler Behörde eine Liste besonders bedenklicher Stoffe vorlegen. © afp/aerzteblatt.de

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