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Transplantation: Herzstiftung appelliert an die Bevölkerung

Freitag, 15. März 2013

Berlin – Von einem „dramatischen Rückgang in der Organspendenbereitschaft“ spricht die Deutsche Herzstiftung und appelliert an die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. „Die Wartezeit für eine Herztransplantation ist ohnehin viel zu lang und beträgt im Schnitt 16 Monate, so dass sich der Zustand vieler dieser schwerkranken Patienten erheblich verschlechtert“, warnte Jan Gummert, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Direktor der Klinik für Thorax-, Herz- und Kardiovaskularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen. Besonders dramatisch sei die Situation bei Kindern: „Uns sind Fälle bekannt, wo Kinder seit drei Jahren mit einem Kunstherz in der Klinik leben müssen“, sagte er.

Die Herzstiftung nennt als Beispiel ein sechsjähriges Mädchen, das seit Januar 2010 mit einem Kunstherzen auf ein Spenderherz wartet. Die Eltern schickten der Stiftung ihre Aufzeichnungen.

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Ein Auszug daraus: „…Einzug in die Klinik und wohnen auf wenigen Quadratmetern; verbunden mit einem Luftschlauch und ,der Maschine'; Bewegungs­freiraum von circa zwei Metern; kein Privatleben; kein Kindergarten; keine Ausflüge in die Natur; nicht mehr auf den Spielplatz gehen, im Sommer kein Schwimmbad oder einfaches Toben; im Winter kein Schlittenfahren; nicht einmal mehr duschen: unzählige Verbandswechsel; Schwierig­keiten, wenn der Körper den Fremdkörper abstoßen will; sehr viele Blutabnahmen; wöchentliche EKGs; Herz-Echos, tägliches Messen des INR-Wertes; jede Nacht am Monitor angeschlossen sein; Nasenbluten, das nicht aufhört und nur mit einer Tamponade zu stoppen ist…“ Dies seien „Leiden, die schwer zu ertragen sind“, so Gummert. © hil/aerzteblatt.de

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