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Versorgungsprobleme bei chronisch kranken Jugendlichen

Donnerstag, 21. März 2013

Wiesbaden – Viele Kinder mit chronischen Erkrankungen wie Rheuma, Typ-1-Diabetes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Epilepsie fallen durch das Netz der medizinischen Betreuung, wenn sie erwachsen werden. Beim Wechsel vom Kinderarzt zum Internisten oder anderen Fachärzten gehe häufig der Kontakt zum Patienten verloren, warnte die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) im Vorfeld des 119. Internistenkongresses vom 6. bis 9. April in Wiesbaden.

Die späte Pubertät sei bereits für gesunde Jugendliche eine schwierige Lebensphase, sagte Britta Siegmund von der Berliner Charité. Bei chronisch kranken Heran­wachsenden sei die entwicklungsbedingte emotionale Verwundbarkeit noch höher. Die Folge: Der Kontakt zum Kinderarzt verliere sich, die jungen Patienten nähmen ihre Medikamente nicht mehr und brächen die Therapie ab.

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Dies wirke sich negativ auf Krankheitsverlauf, Schule, Beruf und Alltag aus, so Siegmund. Sie leitet auch die „Task Force Transition“, die DGIM und Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) 2012 ins Leben gerufen haben.

„Hier brauchen wir fachübergreifende, einheitliche Strukturen, die den Prozess der Transition nicht nur begleiten und absichern, sondern auch finanziell unterstützen“, forderte die DGIM-Vorsitzende Elisabeth Märker-Hermann.

Die DGIM wies darauf hin, dass auch der Sachverständigenrat Gesundheit die Betreuung chronisch kranker Jugendlicher in der Übergangsphase als mangelhaft ansehe. Geschehen sei bisher jedoch wenig: „Vonseiten des Gesetzgebers wie auch der Kostenträger fehlt bislang die Anerkennung der besonderen Betreuungssituation“, kritisierte Siegmund. © hil/aerzteblatt.de

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