Ausland

Wunsch zu helfen größte Motivation zur Organspende

Donnerstag, 28. März 2013

Hamburg – Der Wunsch, Leben zu retten, ist die häufigste Begründung dafür, warum Menschen ihre Organe spenden wollen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gaben zwei von drei Deutschen an, mit einer Organspende anderen helfen zu wollen.

Als zweithäufigstes Argument nannten die Befragten, das sie ihre Organe nach dem Tod nicht mehr bräuchten (21 Prozent), gefolgt von dem Motiv, sie könnten selbst ein Organ benötigen (17 Prozent). Allerdings sind die Beweggründe laut TK regional unter­schiedlich verteilt: Während in Nordrhein-Westfalen 28 Prozent der Menschen angaben, nicht an das Leben nach dem Tod zu glauben und deshalb ihre Organe nicht mehr zu benötigen, lag der Anteil in Bayern nur bei fünf Prozent.

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Sehr private Entscheidung
„Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist ein sehr persönlicher, zutiefst in das Private reichender Entschluss“, sagte TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas. Es sei nicht Sache der Krankenkassen oder des Staates, sich in diese Frage einzumischen. Er forderte, dass auch diejenigen, die sich gegen die Organspende entscheiden, dies in einem Ausweis dokumentieren. „Wer sich nicht äußert, überlässt die Entscheidung im Fall des Falles anderen – diese Bürde sollte man seinen Angehörigen möglichst ersparen“, so Baas.

Dem Meinungsforschungsinstitut Forsa zufolge hat mittlerweile jeder fünfte Erwachsene in Deutschland (21 Prozent) einen Organspendeausweis. © hil/aerzteblatt.de

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