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SPD will Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausdehnen

Donnerstag, 4. April 2013

Düsseldorf/Berlin – Die SPD will die Lohnfortzahlung für kranke Arbeitnehmer in bestimmten Fällen verlängern. Sollte der Arbeitgeber kein funktionierendes Einglie­derungsmanagement für Mitarbeiter nach einer Krankheit anbieten, müsse die Lohnfortzahlung von sechs Wochen auf zwölf Wochen verdoppelt werden, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Anette Kramme, der Rheinischen Post vom Donnerstag.

Die SPD-Politikerin wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass der psychische Druck am Arbeitsplatz stetig zunehme. Die Regelungen zum Arbeitsschutz seien aber nicht angepasst worden. Kramme schlug zudem vor, externe Gesundheitsberater in die Unternehmen zu entsenden, um die Arbeitsbedingungen zu überprüfen. Sie sollten „alle zwei oder drei Jahre“ die Bedingungen überprüfen und mit den Mitarbeitern „ungezwungen über Verbesserungen sprechen“.  

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Kramme kündigte außerdem an, dass die SPD nach einem Sieg bei der Bundestagswahl im September eine „Anti-Stress-Verordnung“ umsetzen werde, die den Arbeitgeber dazu verpflichtet, die möglichen psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz darzustellen und Hilfen anzubieten.  

Die Union wies den SPD-Vorstoß zurück. Mit einer Änderung der Lohnfortzahlung lasse sich das Problem psychischer Belastung am Arbeitsplatz nicht lösen, erklärte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Weiß. Er schlug vor, dass sich Unternehmen und Krankenkassen gemeinsam des Themas annehmen. Dies verspreche mehr Erfolg als eine gesetzliche Reglementierung. © afp/aerzteblatt.de

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