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Marathon kann die Nierenfunktion beeinträchtigen

Montag, 8. April 2013

Mannheim – Ein Marathonlauf kann die Nieren belasten. Das geht aus einer Studie hervor, die Bernd Hewing von der Charité – Universitätsmedizin Berlin auf der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) im April in Mannheim vorgestellt hat.

Mehr als die Hälfte der vor und nach einem Marathonlauf untersuchten Teilnehmer hatte nach dem Lauf eine vorübergehend beeinträchtigte Nierenfunktion. Eine Beein­trächtigung der Herzfunktion ließ sich im Echokardiogramm hingegen nicht feststellen.

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Nachdem zuletzt einige Studien auf mögliche Beeinträchtigungen der Herz- und Nierenfunktion durch Ausdauersport hingewiesen hatten, untersuchte das Berliner Forscherteam 167 Teilnehmer am Berlin Marathon. Diese teilten sich in 53 Prozent Frauen und 47 Prozent Männer auf, mit einem Altersdurchschnitt von 50,3 Jahren.

Die Läufer wurden vor und unmittelbar nach dem Rennen und nochmals zwei Wochen später mittels Echokardiographie und Bluttests untersucht. Unmittelbar nach dem Marathon zeigten zwar jeweils mehr als ein Drittel der Untersuchten erhöhte Blutwerte von Herz-Biomarkern auf, im Echokardiogramm konnten aber keine relevanten Herzmuskelstörungen bestätigt werden.

Bei 43 Prozent der untersuchten Marathonläufer ging der Cyastin-C-Wert, ein Protein, das in der Nierendiagnostik zur Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate verwendet wird, um mehr als 25 Prozent zurück und bei 13 Prozent der Teilnehmer um mehr als 50 Prozent. Das entspricht den Stadien 2 und 3 einer akuten Nierenschädigung nach den RIFLE und AKIN Klassifikationen. Wochen später waren die Nierenwerte aber wieder im unbedenklichen Bereich. © hil/aerzteblatt.de

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