Vermischtes

Parkinson auf dem Weg zur Volkskrankheit

Dienstag, 9. April 2013

Anzeige

Neuss – Parkinson ist nach Einschätzung der Deutschen Parkinson Vereinigung (dPV) dabei, in Deutschland zur Volkskrankheit zu werden. Derzeit litten rund 280.000 Bundes­bürger an der Erkrankung des zentralen Nervensystems, teilte der Selbsthilfeverband am Dienstag in Neuss mit. „Experten schätzen allein für Deutschland eine Zunahme von rund 13.000 neuen Erkrankungen pro Jahr“, erklärte die Vorsitzende der Vereinigung, Magda­lene Kaminski, am Dienstag aus Anlass des Welt-Parkinson-Tags am Donnerstag.

Parkinson sei in hohem Maße altersabhängig. Allerdings steige auch die Zahl der Erkrankungen im Alter um 40 Jahre und jünger, die schon 8 bis 12 Prozent der Parkinsonpatienten betrage.

Die Vereinigung forderte Verbesserungen bei der Früherkennung, Diagnostik und Forschung. Außerdem müssten die Versorgung der Patienten sowie die Selbsthilfe­organisationen gestärkt werden. Parkinson-Patienten benötigten neben der medizi­nischen Behandlung eine intensive psychosoziale Begleitung, um den Schock einer unheilbaren Erkrankung zu verarbeiten.

Der Früherkennung und Differentialdiagnostik kommt nach Darstellung der Vereinigung eine herausragende Bedeutung für eine wirksame Therapie zu. „Wenn die ersten Symptome richtig diagnostiziert werden, lässt sich Parkinson inzwischen so gut behan­deln, dass der Krankheitsverlauf erheblich verlangsamt wird", sagte dPV-Geschäftsführer Wilhelm Mehrhoff.

„Insbesondere für Parkinson-Patienten zwischen 20 und 40 Jahren spielt die Früh­erkennung eine Schlüsselrolle.“ Damit erhöhten sich die Chancen, dass die Berufsfähigkeit der Patienten und damit auch die Normalität des Lebens weitgehend erhalten werden könne. Der Welt-Parkinson-Tag erinnert auch an den Arzt James Parkinson, der 1817 erstmals die Symptome der Krankheit beschrieb. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

19.07.16
Birmingham – Ein Fünftel alle Parkinson-Patienten zeigt Biomarker in ihrem Urin, die auf einen eher schweren Verlauf der Erkrankung hinweisen. Andrew West an der University of Alabama und seine......
13.07.16
Morbus Parkinson nach Gehirn­erschütterungen häufiger
Seattle – Menschen, die im Verlauf ihres Lebens eine Gehirnerschütterung mit kurzer oder längerer Bewusstseinsstörung erlitten haben, erkranken im späteren Leben häufiger an einem Morbus Parkinson.......
11.07.16
Hat Parkinson autoimmune Auslöser?
Montreal – Möglicherweise spielt das Immunsystems bei der Pathogenese eines Morbus Parkinson eine größere Rolle als bisher angenommen. Dafür sprechen neue Forschungsergebnisse der University of......
21.06.16
Studie: Parkinson wird immer häufiger
Rochester – Die Inzidenz des Morbus Parkinson und verwandter Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten bei Männern, nicht aber bei Frauen, deutlich angestiegen. Dies zeigt eine Untersuchung des......
16.06.16
Augusta – Parkinson-Patienten, die das Medikament Monomethylfumarat, ein Derivat des Multiple-Sklerose (MS)-Medikaments Dimethylfumarat, einnehmen, könnten ihren Krankheitsverlauf wesentlich......
09.06.16
Chicago – Ein Gendefekt, der in den Nervenzellen den präsynaptischen Transport von Dopamin stört, hat in einer Familie zu einer Häufung von Parkinson-Erkrankungen geführt. Die Forscher hoffen in......
31.05.16
Kopenhagen – Je früher Parkinson diagnostiziert und adäquat therapiert wird, desto besser ist die langfristige Lebensqualität von Patienten mit der Erkrankung. „Glücklicherweise gelingt es uns dank......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige