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Ministerium kann Kritik an „Pflege-Bahr“ nicht nachvollziehen

Mittwoch, 17. April 2013

Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium hat den sogenannten Pflege-Bahr verteidigt. Die Versicherung sei kein Sparplan, sondern sie solle anfallende Kosten im Pflegefall zumindest teilweise abdecken, erklärte ein Sprecher aus dem von Daniel Bahr (FDP) geführten Ministerium heute in Berlin. Er könne die Kritik der Stiftung Warentest deshalb nicht nachvollziehen.

Diese rät in ihrer neuesten Ausgabe von der staatlich geförderten privaten Pflegezu­satzversicherung ab. Die neuen geförderten Tarife reichten nicht, um die finanzielle Lücke im Pflegefall zu schließen. Nicht geförderte Versicherungen sind danach besser.

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Die Förderung der privaten Pflegevorsorge soll die Menschen dabei unterstützen, für den Fall der Pflegebedürftigkeit ergänzend zu den Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung eigenverantwortlich vorzusorgen. Die staatliche Zulage von 60 Euro im Jahr soll nach Angaben des Ministeriums auch Bürgern mit geringerem Einkommen den Abschluss einer Pflege-Zusatzversicherung ermöglichen.

Der Ministeriumssprecher erklärte weiter, die Versicherung sei „der richtige Weg“. Sie biete vor allem jüngeren Menschen, die bei Stiftung Warentest nicht berücksichtigt worden seien, einen Einstieg, sich zumindest teilweise abzusichern. © kna/aerzteblatt.de

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Klempner
am Donnerstag, 18. April 2013, 14:14

cui bono

Riester, Ruerup Rente und Pflege Bahr haben eins gemeinsam: Sie nuetzen Versicherungen und deren Vertretern, welche beim Abschluss dicke Provisionen kassieren. Wenn die Kunden wuessten, wieviel von ihren Beiträgen in den Taschen von Herrn Kaiser und Kollegen verschwindet. Minister Bahr, BWLer und MBA fuer Gesundheitswirtschaft bellt nun als getroffener Hund. Man darf gespannt sein, in welchem Vorstand er nach seiner Abwahl im September 2013 anheuert.
Senbuddy
am Donnerstag, 18. April 2013, 10:57

Einen richtigen Kleinkrieg...

...führt die Finanztest da gegen "die böse Finanzwirtschaft". Also gegen alles was in dem Sektor privat ist, seien es Banken, Versicherungen, Bausparkassen oder was auch immer.

Wenn eine Sache gut anläuft (egal, ob sie wirklich sinnvoll ist), wettert Finanztest grundsätzlich nach einiger Zeit dagegen. Und dabei ist es egal, ob die Argumente inhaltlich sinnvoll sind oder nicht. Die Hauptsache ist, dass bei den Verbrauchern die beiden Worte "nicht sinnvoll" hängen bleiben.

Das ist bei fast allen neu eingeführten Finanzdingen so. Zum Besipiel war es bei der Riester - Rente so, auch bei der Rürup - Rente. Und nun ist der Pflege - Bahr dran. Auch wenn man ihn im Januar noch selbst gelobt hat.

Irgendwo schimmert es doch immer wieder durch, dass der Finanztest - Chefredaktuer Tenhagen Politik- statt Finanzwissenschaftler ist und dass er vor der Zeit bei Finanztest bei der TAZ war. Und die ist ja auch nicht gerade für politisch neutrale Berichterstattung bekannt.

Viele Grüße
S.

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