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FSME: Weniger Erkrankungen, mehr Risikogebiete in Deutschland

Montag, 6. Mai 2013

Die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen war 2012 ungewöhnlich gering. Insgesamt erfüllten nur 195 FSME-Fälle die Referenzdefinition des RKI. Die Zahl liegt damit etwas unter dem  mittleren Niveau von 239 bis 313 Fällen aus den letzten Jahren. Dazwischen hat es aber immer wieder Spitzen gegeben, zuletzt 2011, als 424 FSME-Erkrankungen gemeldet wurden. Eine Trendwende dürften die neuen Zahlen deshalb nicht darstellen.

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Auch die Zahl der Risikogebiete ist weitgehend konstant geblieben. Fast alle Kreise befinden sich in Süddeutschland und hier vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, daneben gibt es vereinzelt Kreise in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Dass auch weiter nördlich Erkrankungen möglich sind, zeigen vereinzelte Meldungen, die in den letzten Jahren aus anderen Bundesländern in Berlin eintrafen. Im Jahr 2012 waren es allerdings nur 3 Meldungen aus Sachsen und eine aus Mecklen­burg-Vorpommern. In Sachsen sieht das RKI vor allem in der Grenzregion ein Ansteckungsrisikio. Tschechien habe eine der höchsten FSME-Inzidenzen in Westeuropa.

Eine ausgedehnte Ausbreitung nach Norden findet nach Einschätzung des RKI derzeit nicht statt. Die FSME-Viren (und ihre Vektoren) sind offenbar recht bodenständig. Die Einteilung in Kreise wird eigentlich als unzureichend empfunden. Die RKI-Experten gehen davon aus, dass die FSME-Herde häufig sehr kleinräumig sind. Auch in Kreisen mit insgesamt niedriger Inzidenz könne es Gebiete mit sehr unterschiedlichem FSME-Risiko geben.

Die FSME-Risikogebiete dienen als Grundlage für die Impfempfehlung. Die STIKO empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für Personen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben, sowie für Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei gegenüber Zecken exponiert sind. © rme/aerzteblatt.de

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