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Mandeloperationen in manchen Regionen bis achtmal häufiger

Dienstag, 7. Mai 2013

Gütersloh – Kinder und Jugendliche werden in manchen Regionen offenbar bis zu achtmal häufiger an den Mandeln operiert als anderswo. Das berichtet die Bertelsmann Stiftung in ihrem sogenannten Faktencheck Gesundheit. „Während zwischen 2007 und 2010 im Durchschnitt pro Jahr beispielsweise nur 14 von 10.000 Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis Sonneberg in Thüringen operiert wurden, waren es in der nicht weit entfernten Stadt Schweinfurt fast acht Mal so viele (109)“, so die Stiftung. Basis der Bertelsmann-Statistiken sind Daten des Statistischen Bundesamtes.

Als Begründung für die Entfernung der Gaumenmandeln bei Kindern und Jugendlichen sind laut Bertelsmann vor allem zwei Diagnosen von Bedeutung: Wiederholte Entzün­dungen der Mandeln sowie eine Verengung der Atemwege aufgrund einer starken Vergrößerung der Mandeln. Es sei unwahrscheinlich, dass diese Diagnosen regional so unterschiedlich gehäuft aufträten: „Kinder in Schweinfurt erkranken nicht acht Mal häufiger an den Mandeln als in Sonneberg.

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Die Gründe für die regionalen Variationen liegen vielmehr in einer sehr unterschiedlichen Bewertung der Ärzte, wann eine Entfernung der Gaumenmandeln sinnvoll ist und dem Kind wirklichen Nutzen bringt“, sagte Stefan Etgeton, Gesundheitsexperte der Bertels­mann Stiftung.

Der Faktencheck Gesundheit zum Thema Mandeloperation bietet die Möglichkeit, kreisspezifische Datenanalysen als PDF abzurufen. Das Regionaldatenblatt zeigt die OP-Zahlen des eigenen Kreises, Vergleiche mit Bund, Land und individuell gewählten anderen Kreisen. © hil/aerzteblatt.de

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