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Statine könnten Prognose bei Prostatakrebs verbessern

Dienstag, 7. Mai 2013

Seattle – Patienten mit einem Prostatakarzinom hatten in einer prospektiven Beobachtungsstudie ein fünffach niedrigeres Sterberisiko, wenn sie Statine eingenommen hatten (Prostate 2013; doi: 10.1002/pros.22671).

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Das Team um Janet Stanford vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle hatte 1.001 Patienten begleitet, bei denen zwischen 2002 und 2005 ein Prostata­karzinom diagnostiziert worden war. Etwa ein Viertel der Patienten hatte Statine eingenommen, um einen zu hohen Cholesterinwert zu senken. In den ersten sechs Jahren starben 123 Patienten, davon 39 am Prostatakarzinom.

Überraschenderweise war die prostatakrebsspezifische Sterberate unter den Anwendern von Statinen fünfmal niedriger als bei Nichtanwendern (1 versus 5 Prozent). Diese Assoziation hatte auch nach einer Multivariat-Analyse Bestand, in der andere mögliche Erklärungen wie Alter, Rauchen, Body-Mass-Index, Tumoreigenschaften, Behandlung und anderes berücksichtigt wurden. Es blieb bei einer Hazard Ratio auf einen Tod am Prostatakarzinom von 0,19 (95-Prozent-Konfidenzintervall; 0,06-0,56).

Für Stanford sind die Ergebnisse biologisch durchaus plausibel. Statine hemmen die Cholesterinsynthese in der Leber. Cholesterin ist jedoch ein essenzieller Baustein für die Neubildung von Zellmembranen, deren Bedarf bei proliferativen Erkrankungen erhöht ist. Stanford ist aber auch bewusst, dass die Ergebnisse von Beobachtungsstudien keine Grundlage für eine Therapieempfehlung sein können.

Hier ist es in der Vergangenheit häufiger zu Irrtümern gekommen. Sie fordert deshalb die Durchführung einer randomisierten Interventionsstudie. Gegen einen voreiligen Einsatz spricht, dass in der genannten Beobachtungsstudie kein Einfluss auf die Gesamtsterberate aufgetreten ist. © rme/aerzteblatt.de

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