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Schonende OP-Methode bei gutartigen Tumoren der Ohrspeicheldrüse sinnvoll

Mittwoch, 8. Mai 2013

Nürnberg – Eine schonendes Operationsverfahren, die sogenannte extrakapsuläre Dissektion, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) bei gutartigen Tumoren der Ohrspeicheldrüse. Rund 80 Prozent der Tumore an der Ohrspeicheldrüse sind gutartig. Doch auch diese Geschwulste sollten entfernt werden, da sie zu bösartigen Tumoren mutieren und Schäden an umliegenden Blutgefäßen oder Nerven anrichten können.

Eine komplette Entfernung der Speicheldrüse birgt laut der Fachgesellschaft jedoch besonders hohe Risiken, etwa für eine Gesichtslähmung. „Der Nervus facialis verläuft mitten durch die Speicheldrüse hindurch. Wird dieser bei der Operation beschädigt, leiden die Patienten unter vorübergehenden oder sogar lebenslangen Gesichts­lähmungen“, erläutert Heinrich Iro, Präsident der DGHNO KHC.

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Bei dem bisherigen Standardeingriff, der Parotidektomie, sei das Risiko besonders hoch. Die Fachgesellschaft plädiert daher für die neuere Methode der extrakapsulären Dissektion. „Studien bestätigen, dass es sich um eine für den Patienten risikoärmere Methode handelt“, so Iro.

Bei der Operationstechnik könnten die Chirurgen den Tumor samt Kapsel entfernen und gleichzeitig den Gesichtsnerv schonen. Von den Patienten zeigten nur sechs Prozent Anzeichen für eine vorübergehende Gesichtslähmung, lediglich bei zwei Prozent blieben die Lähmungserscheinungen bestehen.

„Bisherige Untersuchungen verdeutlichen zudem, dass der gutartige Tumor dennoch nicht häufiger wieder nachwächst“, betont Iro. Für einen großen Teil der Patienten bedeute diese Technik daher deutlich weniger Risiko.

© hil/aerzteblatt.de

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