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Diabetes: Politik soll gesunden Lebensstil fördern

Mittwoch, 15. Mai 2013

Düsseldorf – Zehn Forderungen stellt die Deutsche Diabetes-Hilfe an die Politik, um Diabetes-Typ-II bei Kindern und Jugendlichen einzugrenzen. „Die meisten Betroffenen wissen, dass eine ausgewogene Ernährung und Bewegung die Schlüsselrolle bei der Reduzierung des Gewichts spielen“, sagt Hans Hauner vom Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin in München.

Doch das überall vorhandene Überangebot an stark zucker- und fetthaltigen Produkten erschwere es vielen Menschen, ihre Ernährung dauerhaft umzustellen. Gerade Kinder und Jugendliche könnten bei süßen Riegeln, Chips und Limonade nur schwer wider­stehen. Auch der Einstieg in den Sport falle übergewichtigen Kindern und Teenagern schwer. Sie hätten Angst, mit den normalgewichtigen Altersgenossen nicht mithalten zu können. „Ein erster Schritt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, wäre, das Sport­angebot in Schulen auszubauen und eine ausgewogenere Ernährung in Schulkantinen anzubieten“, so Hauner.

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Die Deutsche Diabetes Hilfe möchte mehr Förderung für einen gesunden Lebensstil erreichen. Im Einzeln fordert die Selbsthilfegruppe von der Politik

  • die Einrichtung einer Fett- und Zuckersteuer gegen Übergewicht
  • jeden Tag eine volle Stunde Sport in der Schule
  • kein Verkauf von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken an Schulen
  • Trinkwasserstationen an allen Schulen und Betrieben
  • Ausweisung von Broteinheiten (BE) auf verpackten Lebensmitteln
  • Nährwertkennzeichnung in Kettenrestaurants direkt neben der Preisauszeichnung
  • Ampelkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung
  • keine Werbung für übergewichtsfördernde Lebensmittel und Getränke, die sich an Kinder und Jugendliche wendet
  • Einhaltung von Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und in Betriebskantinen
  • sowie die betriebliche Gesundheitsförderung zu stärken.

Sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut der Deutschen Diabetes Hilfe adipös, weitere 13 Prozent übergewichtig.

© hil/aerzteblatt.de

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