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USA: Patentstreit um Brustkrebs-Gen

Donnerstag, 16. Mai 2013

Washington – In der Debatte um Angelina Jolies vorsorgliche Amputation beider Brustdrüsen aufgrund eines Risikogens rückt nun ein weiterer Aspekt in den internationalen Fokus: Der juristische Streit um die US-Biotechfirma Myriad Genetics, die Anspruch auf ein Patent auf das Gen erhebt. Im Juni will das Oberste Gericht entscheiden, ob das Unternehmen das Patent behalten darf.

Konkret geht es um die Gene BRCA1 und BRCA2. Etwa 0,2 Prozent der Frauen weltweit tragen eine BRCA-Genmutation in sich, ihr Brustkrebsrisiko liegt damit bei etwa 80 Prozent. Zum Vergleich: Frauen ohne diese Mutation haben ein Risiko von etwa zehn Prozent. Auch Eierstockkrebs kann auf BRCA-Mutationen zurückgehen.  

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„Die zentrale Frage ist, ob Myriad irgendetwas erfunden hat“, sagt Sandra Park von der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU. Gemeinsam mit Forschern, Medizinern und betroffenen Frauen argumentiert sie, dass das Myriad-Monopol auf das Gen die Forschung dazu behindert und das Angebot von konkurrierenden Tests verhindert. Bislang ist Myriad das einzige Unternehmen, das den Test zur Erkennung des mutierten Gens anbietet.  

Laut Angelina Jolie kostete der Test 3.000 Dollar (2.300 Euro). Dies stelle für viele Frauen eine unüberwindbare Hürde dar, kritisierte sie in ihrem Artikel in der „New York Times“, mit dem sie ihren Eingriff öffentlich machte.  

Das Unternehmen Myriad gibt an, 500 Millionen Dollar in die Entwicklung des Tests investiert zu haben. Unternehmenssprecher Ron Rogers sagt, er biete „höchste Qualität“ und „schnellste Resultate“. Myriad weist zudem darauf hin, dass bei 95 Prozent der US-Patienten die private Krankenversicherung die Kosten zum größten Teil übernimmt. Die Biotech-Firma, die das Gen vor Jahren identifizierte, beruft sich zudem auf das US-Patentgesetz, wonach in den USA bereits 3.000 ähnlich geartete Patente vergeben wurden. © afp/aerzteblatt.de

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