Politik

Steinbrück: Gentechnik braucht enge Grenzen

Dienstag, 21. Mai 2013

Berlin – Der SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück will im Fall seiner Wahl zum Bundeskanzler der Gentechnik in Deutschland klare Grenzen setzen. „Nicht alles, was ökonomisch sinnvoll ist, ist auch sozial verantwortbar. Deshalb würde ich eine klare gesetzliche Grenze ziehen“, sagte Steinbrück der Bild am Sonntag. „Nicht alle Lebensbereiche sollten ökonomischen Kosten-Nutzen-Kalkülen unterworfen werden. Unsere Gesundheit und die Gentechnik zählen eindeutig dazu.“

Der SPD-Politiker regte eine nationale Gentechnik-Debatte an. „Wir brauchen eine breite, von Wissenschaftlern begleitete Debatte, wo ethische Grenzen bei der Gentechnik liegen, ob und an welchem Punkt die Büchse der Pandora zu weit geöffnet ist.“ Das Klonen von Menschen und Embryos lehnt Steinbrück entschieden ab. „Das gehört verboten“, sagte der Kanzlerkandidat.  

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US-Forschern war es diese Woche erstmals gelungen, embryonale Stammzellen herzustellen. Zwar versichern sie, dass sie die Stammzellen lediglich zu therapeutischen Zwecken verwenden wollen. Doch da Stammzellen grundsätzlich auch zum Klonen von Menschen benutzt werden können, löste ihr Durchbruch eine lebhafte Debatte um die Zulässigkeit reproduktiven Klonens aus. © afp/aerzteblatt.de

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