3.201 News Ausland

Ausland

Weltbank unzufrieden mit der Entwicklung der globalen Gesundheitssysteme

Mittwoch, 22. Mai 2013

Genf – Die Entwicklung der Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern kritisiert hat die Weltbank. Zwar habe das sogenannte global health in den vergangenen zwei Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, Defizite beim „mühsamen Geschäft, Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern voranzubringen“ führten aber immer noch dazu, dass die Versorgung für viele Menschen und effizient und unangemessen sei, schreibt der Weltbankpräsident Jim Yong Kim im Lancet (doi:10.1016/S0140-6736(13)61047-8).

Kim, seit Juli 2012 Präsident der Weltbank, ist Arzt. Co-Autoren des Beitrages sind der Mediziner Paul Farmer von der Harvard Medical School und der Ökonom Michael Porter von der Harvard Business School. Der Beitrag ist anlässlich der 66. World Health Assembly erschienen. Das Treffen hat gestern in Genf begonnen und dauert noch bis zum 26. Mai.

Anzeige

Die Autoren kritisieren, die umfassende Weiterentwicklung der Gesundheitssysteme werde zu wenig erforscht, obwohl gerade diese Weiterentwicklung das Leben vieler Menschen verbessern könne. Leider konzentriere sich das akademische Interesse häufig jedoch zu stark auf einzelne Interventionen, zum Beispiel Impfstrategien, und weniger auf die breite Entwicklung der Systeme.

Das augenblickliche fragmentarische Vorgehen sei für die Geberländer von Entwick­lungshilfe teuer und uneffektiv, für die Patienten in den betroffenen Ländern aber fatal: „Sie sterben an vermeidbaren Erkrankung und leiden, weil sie Therapien nicht erhalten, die anderswo verfügbar sind“, kritisieren die Autoren.

Die Entwicklung der Gesundheitssysteme sei auch wichtig, um die Armut in den Entwicklungsländern zu bekämpfen. „We will not end extreme poverty without sustained investments in healthcare delivery“, schreibt die Gruppe um den Weltbankpräsidenten. © hil/aerzteblatt.de

Drucken Versenden Teilen
3.201 News Ausland

Nachrichten zum Thema

02.05.13
Frie­drich-Ebert-Stiftung: Einheitliches Kranken­versicherungs- und Honorarsystem notwendig
Berlin – Für ein einheitliches Vergütungssystem im Gesundheitswesen, eine Stärkung der Primär- und hausärztlichen Versorgung sowie die Förderung von Selektivverträgen plädieren Fachleute aus Politik,...
23.04.13
Düsseldorf/München – Die Reformen des deutschen Gesundheitswesens zielen vorrangig auf Kostensenkung ab, nicht auf eine Vergrößerung des Marktpotenzials. Zu diesem Ergebnis kommt das...
22.04.13
Frankfurt/M. – Über die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung stritten die Referenten auf dem Hessischen Ärztetag am vergangenen Wochenende in Frankfurt. Klaus-Wolfgang Richter,...
08.04.13
Saarbrücken – Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen mit einem Minijob ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwischen den Jahren 2000 und 2011 habe sich die Zahl der Ärzte mit...
05.04.13
Gütersloh – Die Bundesbürger sehen die medizinische Versorgung in Deutschland zunehmend kritischer. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Demnach gaben 53...
04.04.13
Gesundheit kostet fast 300 Milliarden Euro im Jahr
Wiesbaden – Bei fast 300 Milliarden Euro haben die Ausgaben für Gesundheit im Jahr 2011 gelegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, stiegen die Kosten im Vergleich zu...
21.03.13
Hecken: Mehr Geld – oder weniger Leistungen!
Bonn – Weil Demografie und medizinischer Fortschritt die Kosten treiben, braucht das deutsche Gesundheitssystem künftig mehr finanzielle Ressourcen; andernfalls müssen Leistungen rationiert werden....

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Mehr zum Thema


Themen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Z
Suchen

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in