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Zwei Hürden hemmen die Telemedizin in Deutschland

Mittwoch, 22. Mai 2013

Düsseldorf/Bochum/Berlin – Die fehlenden Regelungen für eine Vergütung ambulanter telemedizinischer Leistungen und der hohe Aufwand, den es bedeutet, den Nutzen von telemedizinischen Angeboten evidenzbasiert nachzuweisen, sind die beiden größten Hürden für einen flächendeckenden Ausbau der Telemedizin in Deutschland. Das wurde auf der zweiten Frühjahrstagung Telemedizin der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) Mitte Mai in Düsseldorf deutlich. Die DGTelemed hatte das Treffen zusammen mit der ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin ausgerichtet.

Marlis Bredehorst (Bündnis90/Die Grünen), Staatssekretärin im Ministerium für Gesund­heit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen hob hervor, dass sich rund 60 Projekte in Nordrhein-Westfalen mit dem Thema „Telemedizin“ beschäftigen. In der Initiative eGesundheit.nrw unterstütze das Land aktuell 16 dieser Telemedizin-Projekte mit etwa zehn Millionen Euro. Um diese Investitionen des Landes nachhaltig zu sichern, brauche es eine faire Finanzierungslösung für telemedizinische Leistungen, so die Staatssekretärin.

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Wolfgang Loos von der DGTelemed verdeutlichte die derzeit noch unzureichende Vergütungssituation der Telemedizin. In vielen Bereichen gäbe es noch keine oder nur unzureichende Vergütungsinstrumente. Ein Beispiel dafür sei das Modellprojekt AGnES (Arztentlastende, Gemeindenahe, E-Health gestützte, Systemische Intervention), auch „Telegesundheitsschwester“ genannt.

Martin Grieger vom AOK Bundesvorstand betonte, Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen der telemedizinischen Angebote müssten messbar sein, um sie in die Regelversorgung überführen zu können.

© hil/aerzteblatt.de

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