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Blockadepolitik der Kassen schwächt Gesundheitsstandort Hessen

Donnerstag, 23. Mai 2013

Frankfurt/M. – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat die „Blockadepolitik“ der Kostenträger im aktuellen Honorarstreit erneut kritisiert. „Es ist nicht nachzuvollziehen, was die hessischen Krankenkassen mit ihrer Honorarpolitik be­zwecken. Was sie in jedem Fall erreichen, ist eine nachhaltige Schwächung des Gesundheitsstandortes Hessen“, betonten die KVH-Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Günter Haas.

So zöge es niedergelassene Ärzte aufgrund der deutlich höheren Honorare verstärkt nach Bayern und Baden-Württemberg, während Hessen ins Hintertreffen gerate. Schließ­lich seien die Honorare dort bereits in der Vergangenheit deutlich geringer gestie­gen als im Rest der Republik: Im Vergleich zu den durchschnittlichen Honorar­steigerungen von fast 3,6 Prozent, seien die hessischen Honorare zwischen 2010 und 2011 weniger als ein Prozent gestiegen. „Berücksichtigt man die Inflationsrate, haben die hessischen Ärzte und Psychotherapeuten also noch Geld mitgebracht, um ihre Patienten zu versorgen“, monierten die KV-Chefs.

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Die KVH konnte sich bislang mit den Krankenkassen im Land auf keinen Honorarvertrag für 2013 einigen und hatte deshalb Anfang Mai das Schiedsamt angerufen. © hil/aerzteblatt.de

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