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DFG fördert sechs neue medizinische Sonderforschungs­bereiche

Dienstag, 28. Mai 2013

Bonn – Zwölf neue Sonderforschungsbereiche (SFBs) hat die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) auf ihrer Frühjahrssitzung in Bonn eingerichtet. Sechs von ihnen haben einen medizinischen Schwerpunkt. Die DFG fördert die zwölf neuen SFBs mit insgesamt 94 Millionen Euro für zunächst drei Jahre und neun Monate. Hinzu kommt eine jeweils 20-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten, die sich aus den Forschungsprojekten ergeben.

Der SFB „Nanocarrier: Architektur, Transport und zielgerichtete Applikation von Wirkstoffen für therapeutische Anwendungen“ legt seinen Schwerpunkt auf die Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen durch wirkstoffbeladene Trägersysteme aus dem Nanogrößenbereich, den sogenannten Nanocarriern. Sprecherhochschule ist die Freie Universität Berlin.

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Der SFB „Funktion synaptischer Mikronetzwerke und deren Störungen bei Erkrankungen des Zentralnervensystems“ will pathophysiologische Eigenschaften und Funktionsweisen synaptischer Mikronetzwerke analysieren. Sprecherhochschule ist die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Der SFB „B-Zellen: Immunität und Autoimmunität“ rückt die B-Zell-Aktivierung, B-Zell-induzierte Antikörper-Antworten sowie ihre Dysregulation in Autoimmunkrankheiten in das Zentrum seiner Forschung. Sprecherhochschule ist die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Der SFB „Krankheitsrelevante Signaltransduktion durch Fettsäurederivate und Sphingo­lipide“ verfolgt das Ziel, lipidvermittelte Signalnetzwerke umfassend von der molekularen und zellulären Ebene bis hin zur systemischen Ebene bei der Steuerung der Organfunktion und des Gesamtorganismus zu verstehen. Sprecherhochschule ist die Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Der SFB „Pathogene Pilze und ihr menschlicher Wirt: Netzwerke der Interaktion“ will am Beispiel des Hefepilzes Candida albicans und des Schimmelpilzes Aspergillus fumigatus Infektionsprozesse ergründen, um neue anti-infektive Strategien zu entwickeln. Sprecherhochschule ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Eine nanopartikelbasierte Tumortherapie soll innerhalb des SFB „Nanodimensionale polymere Therapeutika für die Tumortherapie“ entwickelt werden. Sprecherhochschule ist die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. © hil/aerzteblatt.de

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