Ärzteschaft

NS-Führerschule der deutschen Ärzteschaft – KBV engagiert sich für Gedenkstätte in Alt Rehse

Donnerstag, 30. Mai 2013

Hannover – Die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung  (KBV) hat am 27. Mai einer Beschlussvorlage zugestimmt, die eine finanzielle Förderung einer Gedenk- und Bildungsstätte am Ort der ehemaligen Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt Rehse vorsieht.

Seit dem Jahr 2001 engagiert sich der Verein „Erinnerungs-, Bildungs- und Begeg­nungsstätte Alt Rehse e.V.“ (EBB) vor Ort, um die Geschichte der Führerschule historisch-kritisch aufzuarbeiten und durch eine Ausstellung und begleitende Bildungsarbeit in die Öffentlichkeit zu tragen. Vorsitzender des Vereins ist Manfred Richter-Reichhelm, von 2000 bis 2004 Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Alt Rehse – ehemalige Führerschule der Deutschen Ärzteschaft: Ein Ort des Lernens und Gedenkens

Das Gutshaus in Alt Rehse soll zu einem Lern- und Gedenkort werden. Öffentliche Mittel gibt es aber nur, wenn sich auch die Ärzteschaft engagiert. Der KBV-Vertreterversammlung am 27. Mai liegt dazu eine Beschlussvorlage vor.

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Ihm geht es vor allem darum, in Alt Rehse einen Lern- und Gedenkort dauerhaft zu etablieren. Ort der Bildungs- und Erinnerungsarbeit soll der ehemalige Gutshof werden, ursprüngliches Zentrum von Gut und Dorf Alt Rehse. Das stark renovierungsbedürftige Gebäude wurde vom Verein EBB Alt Rehse erworben.

Wie aus Delegiertenkreisen verlautete, sehe der Beschluss der Vertreterversammlung vor, über den Zeitraum der nächsten fünf Jahre eine Förderungssumme von 300.000 Euro bereitzustellen. Zur Absicherung der späteren Betriebskosten der Gedenk- und Begegnungsstätte habe die Vertreterversammlung einer Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 250.000 zugestimmt.

Die Unterstützung des Gedenkstättenvorhabens durch die KBV stehe unter dem Vorbehalt der Zusage der vollständigen Förderung seitens der EU, des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

© TG/aerzteblatt.de

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zebrawels
am Donnerstag, 30. Mai 2013, 22:00

NS Führerschule

Dieser Beschluss löst auch bei mir große Verwunderung aus. Gedenkstätten mögen sinnvoll sein. Wieso aber dafür eine viertel Million Euro an Krankenversicherungsgeldern - also Gelder, die den arbeitenden Menschen dieser Gesellschaft vom Lohn abgezogen werden- in ein Projekt investiert werden, um Erinnerungen wach zu halten, ist mir unverständlich. Diejenigen, welche es fiinanzieren müssen, haben mit dem Dritten Reich keine persönliche Beziehung mehr. Es würde ein Artikel reichen, der uns diese Geschichte schildert- preiswert im Ärzteblatt. Das Geld, welches nicht im Überfluss von den Kassen seinen Weg an die KV findet, sollte besser weiter in die Versorgung der Patienten fliessen. Ständig erleben wir Ärzte und Patienten die Unterversorgung im Gesundheitssystem. Da wird jeder Euro dringend gebraucht. F.G.
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