Politik

Organspende: So informieren die Krankenkassen

Samstag, 1. Juni 2013

Berlin – „Das trägt man heute: den Organspendeausweis“: Unter diesem Motto haben am Mittwoch, kurz vor dem heutigen „Tag der Organspende“, das Bundesgesund­heitsministerium  (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ihre neue Organspende-Kampagne vorgestellt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) verwies darauf, dass die Krankenkassen ihren Versicherten bereits rund 40 Millionen Organspendeausweise zum Ausfüllen zugeschickt hätten.

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Das Transplantationsgesetz sieht vor, dass die Krankenkassen alle Versicherten, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, über das Thema Organspende informieren. Sie sollen ihnen insbesondere Aufklärungsmaterial zukommen lassen, Organspendeausweise sowie Hinweise darauf, wer als qualifizierter Ansprechpartner für weitere Fragen zur Verfügung steht. Ähnliche Vorgaben gelten für private Krankenver­sicherungs­unternehmen.

Eine Umfrage des Deutschen Ärzteblatts (DÄ) bei mehreren großen Krankenkassen hat ergeben, dass manche von ihnen bereits fast alle ihre Versicherten angeschrieben haben, während andere erst noch damit starten wollen. Auch inhaltlich unterscheiden sich die Informationskampagnen. Hier eine Übersicht:

AOK Bayern: Mehr als 90 Prozent der Versicherten haben bereits Post zum Thema Organspende von ihrer Krankenkasse bekommen. Versandt wurde eine Broschüre „Organspende“, die auch einen Spendeausweis enthält. Zusätzlich gibt es das Online-Angebot „Entscheidungshilfe Organspende“ mit umfangreichen Informationen, das auch dazu dienen soll, die eigene Motivation zu überprüfen. Für weitergehende Fragen wurde eine Telefon-Hotline geschaltet.

Versendung wegen Organspendeskandal verschoben

Kaufmännische Krankenkassen (KKH): Die KKH informiert ihre Versicherten seit längerem regelmäßig im Mitgliedermagazin „aktiv +“ über das Thema Organspende. In der jüngsten Ausgabe ging es um die verbesserte Rechtssicherheit für Spender auf­grund des geänderten Transplantationsgesetzes sowie die Einführung der Entschei­dungslösung. Ein Organspendeausweis war jeweils beigefügt. Auf der Internetseite der KKH findet man weitere Infos, unter anderem seit Oktober 2012 eine Liste mit häufigen Fragen und Antworten, die laufend angepasst wird. Auch eine Telefon-Hotline wurde eingerichtet.

Im Mai hat die KKH zudem in Geschäftsstellen „Tage der offenen Tür“ zu den Themen Organspende und Pflege veranstaltet – „mit erfreulich hoher Resonanz“. Individuelle Anschreiben an alle Versicherten will die Kasse erst im September verschicken. „Angesichts der Berichte über Organspendeskandale in den vergangenen Monaten hielten wir einen früheren Versand für wenig erfolgversprechend“, erklärte Bettina Prigge. KKH-Pressestelle.

AOK Rheinland/Hamburg: 2,4 Millionen Versicherte über 16 Jahre wird die AOK Rheinland/Hamburg in Kürze wie vorgeschrieben zum Thema Organspende schriftlich informiert haben. Darüber hinaus hat sie bei verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen, zum Beispiel in Fußballstadien in Köln und Mönchengladbach, weitere 1,5 Millionen Organspendeausweise verteilt. Manche davon tragen das Logo von Fußball- oder Handball-Bundesligavereinen, mit denen die AOK Hamburg/Rheinland kooperiert hat. Zum 1. Juni beziehungsweise in der Woche danach findet in jeder Region im Rheinland eine besondere Aktion zum Thema Organspende statt. „Dabei werden zum Beispiel ,Herz-Luftballons‘, die eine Infokarte mit Ausweis transportieren, steigen gelassen“, berichtet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Rolf Buchwitz.

Techniker Krankenkasse: Sieben Millionen Versicherte hat die Techniker Kranken­kasse (TK) bereits zum Thema Organspende informiert – und das bereits im November 2012. Sie hat dafür die Form einer Sonderausgabe ihres Mitgliedermagazins gewählt; der enthaltene Ausweis war keiner zum Ausschneiden, sondern ein beigefügtes Kunststoffexemplar. Die Informationen zur Organspende gibt es seit heute auch auf Englisch. „Da das Transplantationsgesetz neben dem Versand vorsieht, dass die Krankenkassen kompetente Ansprechpartner zur Organspende benennen, hat die TK in mehreren Seminaren Mitarbeiter für die eigens eingerichtete Hotline geschult“, betont Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle. Informationen kann man auch über die Plattform www.vonmenschzumensch.org abrufen.

TK: Mehr Spendewillige als in den Jahren zuvor
Die TK war nicht nur schnell, sondern hat die Reaktionen auf die Versandaktion auch evaluieren lassen. Ähnliche Umfragen gab es bereits 2008 und 2010. Der jüngsten Befragung zufolge hat nun fast ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland einen Organspendeausweis (21 Prozent). Zum Vergleich: 2008 waren es 14 Prozent, 2010 dann 18 Prozent. Bei den TK-Versicherten ist es mittlerweile sogar fast ein Drittel (31 Prozent). Etwa 15.000 TK-Versicherte haben bei der Hotline der Krankenkasse beziehungsweise der BZgA angerufen, um sich persönliche Fragen beantworten zu lassen, zum Beispiel, ob sie trotz einer chronischen Erkrankung Spender werden können. Mehr als 60.000 Menschen haben die weiterführenden Info-Angebote der TK im Netz angeklickt. Dass die Krankenkasse sich bereits seit Jahren besonders intensiv beim Thema Organspende engagiert, hat auch einen persönlichen Grund: Ihrem langjährigen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Norbert Klusen wurde vor Jahren ein Organ transplantiert.

AOK Baden-Württemberg: Die Informationskampagne der Kasse zur Organspende ist für September eingeplant. Fast vier Millionen Versicherten erhalten dann entsprechende Infos im Mitgliedermagazin der AOK. Wer auf diesem Weg nicht erreicht wird, zum Beispiel, weil er als Familienmitglied mitversichert ist, erhält einen ausführlichen Brief. „Organspende rettet Leben, deshalb kann sie nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann. „Die Entscheidung darüber kann aber nur jeder Einzelne für sich treffen. Unsere Informationen sollen mithelfen, die eigene Entscheidung leichter fällen zu können.“

Knappschaft: Bereits im März hat die Knappschaft die Informationsaktion für alle Versicherten abgeschlossen. Rund 1,5 Millionen personalisierte Anschreiben wurden dafür verschickt. Darüber hinaus hat die Kasse in der Mitgliederzeitschrift auf das Thema Organspende aufmerksam gemacht. „Unsere Information dürfte sich inhaltlich kaum von anderen Kassen unterscheiden, wir waren nur schneller als viele andere“, stellt Pressesprecher Wolfgang Buschfort fest.

AOK Sachsen-Anhalt: Die Krankenkasse hat bereits im Februar alle Versicherte, insgesamt mehr als 620.000, durch eine Beilage in ihrem Mitgliedermagazin „Bleib gesund“ informiert und ihnen Organspendeausweise zugeschickt. Seit mehr als einem Jahr kann man sich unter www.aok.de/organspende auch im Internet über rechtliche, medizinische und ethische Aspekte des Themas informieren. Niemand werde zu einer bestimmten Antwort gedrängt, betont die AOK Sachsen-Anhalt. Das verwendete Info-Material habe man auf Grundlage der Entscheidungshilfe und der Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt. Wenn Anrufer medizinische Fragen hätten, würden diese von ärztlichem Personal der Telefon-Hotline beantwortet.

IKK classic: Die Krankenkasse hat entschieden, ihre etwa drei Millionen Versicherten in der zweiten Jahreshälfte 2013 persönlich anzuschreiben und so zu informieren. „Wir halten dies auch mit Blick auf den inzwischen eingetretenen zeitlichen Abstand zu den so genannten Organspendeskandalen für einen geeigneten Zeitpunkt“, erläutert Presse­sprecher Michael Förstermann. Im Vorfeld sind Informationen bereits auf der Homepage der Krankenkasse abrufbar. Außerdem habe der Vorstandsvorsitzende der IKK classic im September 2012, auf dem Höhepunkt der Diskussionen, in der Mitgliederzeitschrift um ein Festhalten an der Spendebereitschaft und um eine Versachlichung der Debatte geworben.

Ausweise aus Kunststoff,  Infos via Twitter

AOK Niedersachsen: Ihre 2,2 Millionen in Frage kommenden Versicherten hat die Kasse bereits informiert. Versicherte, die erst im Lauf des Jahres 16 werden, und neue Mitglieder sind dann im September/Oktober an der Reihe. Die Info-Broschüren und Ausweise wurden mit dem Mitgliedermagazin verschickt, für medizinische Nachfragen eine Telefon-Hotline geschaltet. Das Info-Material enthält ein persönliches Anschreiben des Vorstandsvorsitzenden der Kasse und ihres Verwaltungsrats. „Besonders gut sind die Organspendeausweise aus Kunststoff im Scheckkartenformat angekommen“, berichtet Oliver Giebel, Pressestelle der AOK. Auch die Online-Entscheidungshilfe sei auf viel Zustimmung gestoßen.

Siemens-Betriebskrankenkasse: Deutschlands größte Betriebskrankenkasse hat bereits alle mehr als eine Million Mitglieder mit Informationen zum Thema Organspende erreicht. Im April wurden die Ausweise über das Mitgliedermagazin der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) verteilt; man kann sie ebenso in einer der mehr als 100 Geschäftsstellen abholen, telefonisch bestellen oder im Internet herunterladen. Ergänzend informiert die SBK seit rund einem Jahr intensiv auf verschiedenen Kanälen: in Form von PS-Zeilen in verschickten Briefen, auf Facebook oder via Twitter. Die Kasse hat sich nach den ersten Berichten über einen möglichen Organspendeskandal im Spätsommer 2012 entschieden, zunächst keine Spendeausweise zu verteilen, sondern die geplante Versendeaktion zu stoppen und auf den April 2013 zu verschieben. „Die Zeit haben wir genutzt, um wie beschrieben intensiv zu informieren, aufzuklären und Ängste zu nehmen. Die Schelte aus der Politik haben wir im Interesse unserer Versicherten und aller Menschen, die dringend ein Organ brauchen, gern ertragen“, sagt Franz Billinger, Unternehmenskommunikation.

AOK Nordwest: Heute, am Tag der Organspende, geht es los: Die AOK Nordwest startet ihre Info-Kampagne unter dem Motto „Organspende: Jetzt Klarheit schaffen.“ Informiert werden sollen alle Versicherten, aber auch die Öffentlichkeit mit Flyern, Hotlines, Entscheidungshilfen im Netz, aber auch persönlichen Beratungsangeboten in Kooperation mit dem Bund der Organtransplantierten. Auch eine Blitzumfrage ist schon in Auftrag gegeben worden, um die Stimmung der Bevölkerung zum Thema Organspende einzufangen. Wer mehr wissen will über Aktuelles, kann sich auf der Homepage der AOK informieren.

Barmer GEK: Rund 7,6 Millionen Versicherte über 16 hat die Barmer GEK informiert – umfangreich und direkt, wie die Kasse findet. Anfang April wurde der Mitgliederzeitschrift „Gesundheit konkret“ ein Sonderheft „Organspende spezial“ beigelegt, Auflage: 5,6 Millionen. In jeder Ausgabe fanden sich acht Organspendeausweise. Diejenigen, die die Zeitschrift nicht abonniert haben oder im Ausland leben, wurden direkt angeschrieben. Außerdem hat die Barmer GEK ausführliche Informationen unter www.gesundheit-konkret.de ins Netz gestellt. In Kooperation mit der BZgA wurden zudem ein Flyer und eine Broschüre „Wie ein zweites Leben. Informationen zur Organ- und Gewebespende“ erstellt. Alle Infomaterialien liegen in den Geschäftsstellen aus. „Um offensiv auf das Thema aufmerksam zu machen, hängen wir auch Plakate aus“, beton die Online-Redakteurin der Barmer GEK, Katrin Herdejürgen.

AOK Hessen: Sie startet am 3. Juni: Die AOK Hessen wird dann in mehreren Wellen bis Mitte Juli ihre Versicherten zum Thema Organspende direkt informieren. Wer die Mit­gliederzeitschrift „Bleib gesund“ erhält, findet bei der nächsten Zusendung einen Um­hefter mit Organspendeausweis. Alle anderen Versicherten werden direkt ange­schrieben. „Zum Thema Organspende informiert die AOK Hessen schon seit vielen Jahren, verstärkt in 2011 und 2012“, heißt es ergänzend.

Ein Buch mit Wirkung auf die Spendebereitschaft

AOK plus: „Lesen Sie ab Seite 21 alles Wichtige über Organspende und treffen Sie Ihre ganz persönliche Entscheidung!“ Diese Aufforderung finden alle 2,7 Millionen Versicherten der AOK plus in Sachsen und Thüringen im Juni auf dem Titelblatt von „Bleib gesund“. Mithilfe ihrer Zeitschrift wird die Krankenkasse ihre Mitglieder informieren; wer sie nicht erhält, wird persönlich angeschrieben. Auch eine Telefon-Hotline ist geschaltet. Der Vorstandsvorsitzende der AOK plus, Rolf Steinbronn, wendet sich im Editorial persönlich an die Leser: „Gestern Abend habe ich meinen Organspende­ausweis ausgefüllt. Endlich. Die Entscheidung hatte ich ewig vor mir hergeschoben.“ Dann verweist Steinbronn auf seinen Anstoß: Das Buch von David Wagner „Leben“, in dem es um eine Lebertransplantation geht.

AOK Nordost: Der Anfang ist gemacht: Die AOK Nordost hat im Mai begonnen, in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Organspendeausweise an ihre Versicherten zu verschicken. Rund 1,6 Millionen Menschen werden diese Post von ihr bekommen. Dazu kommen Infos im Internet und Angebote über Info-Telefone. Der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Frank Michalak, hat im Vorfeld des „Tags der Organspende“ erklärt: „Natürlich können weder wir als Krankenkasse noch jemand anderes dem Einzelnen seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende abnehmen. Aber wir wollen die Menschen ermutigen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.“

So gut wie keine Kritik an den Info-Kampagnen
Die Regelverstöße in einzelnen Transplantationszentren mögen in den vergangenen Monaten zunächst zu einem Rückgang der Organspendebereitschaft geführt haben. Alle angeschriebenen Krankenkassen haben jedoch betont, dass ihre Informationsoffensiven zur Organspende nur in wenigen Fällen zu Kritik geführt haben und viel häufiger begrüßt wurden.

„Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, erreichen uns durchwegs positive Reaktionen“, heißt es bei der AOK Bayerns. „Negative Reaktionen haben wir nicht verzeichnet“, schreibt die KKH, ebenso die AOK Rheinland/Hamburg. Dort registrierte man bei der eigens eingerichteten Telefon-Hotline bis zu 1.000 Anrufe pro Woche und viele positive Reaktionen. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Träger eines Organspende­ausweises steigt“, sagt Rolf Buchwitz, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

„Es sind lediglich vier Rückmeldungen von Versicherten bekannt, die entweder Vorbehalte gegen die Organspende hatten oder kein Informationsmaterial zugeschickt haben wollten“, teilt die Pressestelle der AOK Sachsen-Anhalt mit. Bei der Techniker Krankenkasse verweist man darauf, dass es nur sehr wenige Beschwerden gab. „Von den sieben Millionen Kunden, die von uns Post erhielten, haben sich etwa 300 beschwert. In der Hälfte der Fälle galt die Kritik dem Organspendeausweis (zu klein, nicht genügend Platz für Anmerkungen)“, merkt die TK-Pressestelle an. Nur wenige negative Reaktionen verzeichnete auch die Knappschaft Bahn See. Sie hätten sich weniger mit den aufgedeckten Skandalen als mehr mit der Frage des Hirntods als Entscheidungskriterium für eine Transplantation befasst, heißt es.

Die Reaktionen der Versicherten seien schwer zu bewerten, heißt es bei der Siemens-Betriebskrankenkasse. Das Interesse an Infos sei aber gestiegen, in kurzer Zeit hätten sich die Zugriffe auf die entsprechende Seite im Internet verdoppelt, berichtet die Pressestelle der Kasse. Ob dies zu einer erhöhten Spendebereitschaft führe, könne man nicht sagen. „Dennoch erreichen wir damit ein wichtiges Etappenziel: Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Organspende und lehnen sie nicht einfach angsterfüllt oder gleichgültig ab“, so ein Sprecher.

Zufrieden ist auch die Unternehmenskommunikation der Barmer GEK: Auf das Infomaterial hin habe man viele positive Reaktionen erhalten, negative seien gar nicht bekannt. „Es geht nicht darum, Menschen zu drängen, sondern wir möchten sie motivieren, sich dem Thema wieder zuzuwenden“, schreibt die Barmer. Die Reaktionen bestätigten, dass dies gelinge. © Rie/aerzteblatt.de

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RAin Schön
am Sonntag, 9. Juni 2013, 19:08

Information??????

nochmal ohne Rechtschreibfehler:

Ein Tisch wird nicht dadurch ein Stuhl, dass ich ihn Stuhl nenne und eine desinformierende Werbekampagne wird nicht dadurch zu einer 'umfassenden und ergebnisoffenen Information" wie sie von § 2 TPG vorgeschrieben ist, in dem man sie als 'Information' bezeichnet.



Da die Verantwortlichen dieser Werbekampagnen hochbezahlte Fachleute sind, kann man nicht davon ausgehen, dass sie es nicht beser wissen und den § 2 TPG nicht kennen, oder etwa gar nicht lesen und verstehen können.



Es ist die pure Absicht, 'dolus directus' , dass man nur die üblichen Werbebotschaften liefert, aber keine UMFASSENDE Information. Was soll man auch erwarten? Der Vorstandsvorsitzende der TK war Transplantationsarzt. Die Herrschaften sitzen überall drin und führen die Politiker am Nasenring durch die Arena. Die Bürger müssten vor allem darüber aufgeklärt werden, dass sie nicht mausetot sind, sollten sie als Organspender enden, sondern sich in einem nicht abgeschlossenen Sterbeprozess befinden, wenn sie aufgeschnitten und ausgeweidet werden. Das mag ihre Seele, so sie eine haben, sehr verschrecken. 70 % der Deutschen gehen davon aus, dass sie eine Seele haben. vor allem sind die DSOler auf die 16jährigen als Organspender scharf. Es ist bekannt, dass man als Jungendlichter nicht so sehr am Leben hängt. DA werden mit Schauspielern sogar Konzerte finanziert, um die 'jungen Helden' anzuturnen. Sie dürfen dann - wenn sie Pech haben und eine Heimfahrt von der Disco nicht unbeschädigt überleben - den Heldentod sterben - diesmal nicht auf dem Schlachtfeld, sondern

auf einem OP-Tisch, angeblich für einen guten Zweck. Fragt sich nur für wen.

Die TPMler schrecken ja vor nichts zurück. Jetzt wollen sie bald den Herztod als Entnahmekriterium durchsetzen, bei den Nasenringpolitikern - dann würde allerdings das TP-Paradies ausbrechen, denn Herztote gibt jedes Jahr mehr als genug, jedenfalls nicht nur läppische 3000 wie bei den Hirntoten.


RAin Schön
am Sonntag, 9. Juni 2013, 18:49

Information??????

Ein Tisch wird nicht dadurch ein Stuhl, dass ich ihn Stuhl nenne und eine Desinformierende Werbekampagne wird nicht dadurch zu einer 'umfassenden und ergebnisoffenen Information" wie sie von § 2 TPG vorgeschrieben ist, in dem man sie als 'information' bezeichnet.

Da die Verantwortlichen dieser WErbekampagnen hochbezahlte Fachleute sind, kann man nicht davon ausgehen, dass sie es nicht beser wissen und den § 2 TPG nicht kennen, oder etwa gar nicht lesen und verstehen können.

Es ist die pure Absicht, 'dolus directus' , dass man nur die üblichen Werbebotshcaften liefert, aber keine UMFASSENE Information. Was soll man auch erwarten? Der Vorstandsvorsitzende der TK war Transplantationsarzt. Die Herrschaften sitzen überall drin und führen die Poltiker am Nasenring durch die Arena. Die Bürger müssten vor allem darüber aufgeklärt werden, dass sie nicht mausetot sind, sollten sie als Organspender enden, somdern sich in einem nicht abgeschlossenen Sterbeprozess befinden, wenn sie aufgeschnitten und ausgeweidet werden. Das mag ihre Seele, so sie eine haben, sehr verschrecken. 70 % der Deutschen gehen davon aus, dass sie eine Seele haben. vor allem sind dieDSOler auf die 16jährigen als Organspender scharf. Es ist bekannt, dass man als Jungendlicher nicht so sehr am Leben hängt. DA werden mit Schauspielern sogar Konzerte finanziert, um die 'ungen Helden' anzuturnen. Sie dürfen dann - wenn sie Pech haben und eine Heimfahrt von der Disco nicht unbeschädigt überleben - den Heldentod sterben - diesmal nicht auf dem Schlachtfeld, sondern
auf einem OP-Tisch, angeblich für einen guten Zweck. Fragt sich nur für wen.
Die TPBler schrecken ja vor nichts zurück. Jetzt wollen sie bald den Herztod als Entnahmekriterium durchetzen, bei den Nasenringpolitikern - dann würde allerdings das TP-Paradies ausbrechen, denn Herztote gibt jedes Jahr mehr als genug, jedenfalls nicht nur läppische 3000 wie bei den Hirntoten.

RAin Schön
am Sonntag, 9. Juni 2013, 18:49

Information??????

Ein Tisch wird nicht dadurch ein Stuhl, dass ich ihn Stuhl nenne und eine Desinformierende Werbekampagne wird nicht dadurch zu einer 'umfassenden und ergebnisoffenen Information" wie sie von § 2 TPG vorgeschrieben ist, in dem man sie als 'information' bezeichnet.

Da die Verantwortlichen dieser WErbekampagnen hochbezahlte Fachleute sind, kann man nicht davon ausgehen, dass sie es nicht beser wissen und den § 2 TPG nicht kennen, oder etwa gar nicht lesen und verstehen können.

Es ist die pure Absicht, 'dolus directus' , dass man nur die üblichen Werbebotshcaften liefert, aber keine UMFASSENE Information. Was soll man auch erwarten? Der Vorstandsvorsitzende der TK war Transplantationsarzt. Die Herrschaften sitzen überall drin und führen die Poltiker am Nasenring durch die Arena. Die Bürger müssten vor allem darüber aufgeklärt werden, dass sie nicht mausetot sind, sollten sie als Organspender enden, somdern sich in einem nicht abgeschlossenen Sterbeprozess befinden, wenn sie aufgeschnitten und ausgeweidet werden. Das mag ihre Seele, so sie eine haben, sehr verschrecken. 70 % der Deutschen gehen davon aus, dass sie eine Seele haben. vor allem sind dieDSOler auf die 16jährigen als Organspender scharf. Es ist bekannt, dass man als Jungendlicher nicht so sehr am Leben hängt. DA werden mit Schauspielern sogar Konzerte finanziert, um die 'ungen Helden' anzuturnen. Sie dürfen dann - wenn sie Pech haben und eine Heimfahrt von der Disco nicht unbeschädigt überleben - den Heldentod sterben - diesmal nicht auf dem Schlachtfeld, sondern
auf einem OP-Tisch, angeblich für einen guten Zweck. Fragt sich nur für wen.
Die TPBler schrecken ja vor nichts zurück. Jetzt wollen sie bald den Herztod als Entnahmekriterium durchetzen, bei den Nasenringpolitikern - dann würde allerdings das TP-Paradies ausbrechen, denn Herztote gibt jedes Jahr mehr als genug, jedenfalls nicht nur läppische 3000 wie bei den Hirntoten.

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