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Ernährungsumstellung allein macht nicht schlank

Montag, 10. Juni 2013

Köln – Übergewichtige oder adipöse Patienten müssen neben ihrer Ernährung auch ihr Bewegungsverhalten umstellen, um dauerhaft abzunehmen. Das berichtet das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in einem Health Techno­logy Assessment (HTA-Bericht, systematische Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien) zum Thema.

Nach den im HTA-Bericht betrachteten Studien sind alle untersuchten Diäten wirksam, keine war allen anderen überlegen. Kurzfristig erzielt eine kohlenhydratarme Kost zwar den besten Erfolg, so die Autoren. Längerfristig wirke aber eine fettarme Ernährung besser. Dabei sei es vielversprechender, den Fettkonsum nur moderat statt radikal einzuschränken.

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Genauso erfolgreich wie fettarme Diäten zeigten sich kalorienreduzierte oder protein­reiche Programme. Weniger günstig scheinen dagegen vegane und sogenannte Formula-Diäten zu sein, also Diäten, bei denen Nährstoffmischungen – zum Beispiel Fertigdrinks – Mahlzeiten ersetzen.

Allerdings verringern Schwächen der Studien ihre Aussagekraft zur Wirksamkeit der Diäten, wie die Autoren bemängeln: So erfassten Teilnehmer ihren Ernährungsstatus überwiegend durch Selbstauskunft, was Ergebnisse verzerren könne. Einige Unter­suchungen belegten nur Kurzzeitergebnisse. Problematisch sei auch, dass viele Studien die körperliche Aktivität der Teilnehmer zu wenig berücksichtigten. Denn statt der Diät könne auch ein gesteigertes Sportprogramm maßgeblich zum Gewichtsverlust beitragen, so die Autoren.

Sie empfehlen unabhängig von der Diätform regelmäßige körperliche Aktivität, eher fettarme Ernährung, viel Obst und Gemüse, regelmäßige Selbstkontrolle und kontinuierliches Verhaltenstraining. © hil/aerzteblatt.de

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