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Drogenbeauftragte will Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen nachhaltig bekämpfen

Montag, 10. Juni 2013

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP) forderte anlässlich einer Siegerehrung der Präventionskampagne „bunt statt blau“ Anfang Juni, Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen langfristig zu bekämpfen. Sie erklärte, eine einmalige Aktion sei zwar wertvoll, es sei aber wichtig, Jugendliche ständig zu einem vernünftigen und maßvollen Umgang mit Alkohol anzuleiten. „Die Mehrheit der Jugendlichen ist gegen Komasaufen und hat ein Bedürfnis, darauf auch hinzuweisen“, sagte Dyckmans gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Die Drogenbeauftragte unterstützt die Kampagne „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit bereits im vierten Jahr. Seit 2010 haben sich laut der Kasse rund 52.000 Schüler daran beteiligt. In diesem Jahr nahmen 17.000 Schüler daran teil und reichten ihre kreativen Arbeiten zum Thema ein. Gewonnen hat den Plakatwettbewerb eine Klasse des Beruflichen Schulzentrums Bietigheim-Bissingen mit einer Teamarbeit.

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Das Plakat zeigt eine Rettungs-Aktion für einen gestürzten Komasäufer in einem blauen Ganzkörperkostüm. Der zweite und der dritte Platz gingen an Schüler aus Niedersachsen und Berlin. Den Sonderpreis Junge Künstler erhielt eine Schülerin aus Bremen.

Bei der Preisverleihung erklärte Dyckmans, das Besondere an der DAK-Kampagne sei, dass Schüler Schüler ansprächen. Prävention müsse dort stattfinden, wo die Betroffenen seien.

Die Initiatoren der Kampagne wollen die entstandenen Bilder in einer bundesweiten Wanderausstellung nach den Sommerferien an Schulen zeigen. 2011 sind 26.349 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Das ist ein Anstieg um 177 Prozent seit dem Jahr 2000. © hil/aerzteblatt.de

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