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Bundesregierung sieht keine Unterversorgung Alkoholabhängiger

Dienstag, 11. Juni 2013

Berlin – Die Bundesregierung hält die Versorgung Alkoholabhängiger in Deutschland für ausreichend. Es ist „keine generelle therapeutische Unterversorgung zu erkennen“, schreibt sie in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion Die Linke. „9,5 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise. 1,3 Millionen Menschen sind als alkoholabhängig diagnostiziert (Jahrbuch Sucht 2012), davon sind jedoch nur circa zehn Prozent in Behandlung“, schreiben diese in ihrer Kleinen Anfrage. Letzteres ist laut der Bundesregierung eine „deutliche Unterschätzung“ – allerdings fehlten genauere Daten darüber, wie viele Alkoholabhängige in Therapie seien.

Menschen mit Alkoholabhängigkeit würden aber laut der Bundesregierung „zu selten von Personen aus dem sozialen und beruflichen Umfeld auf ihr Konsumverhalten angesprochen“ und ermuntert, sich in therapeutische Behandlung zu begeben. Daher setze sich die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen mit der Aktionswoche „Alkohol - Weniger ist besser“ dafür ein, dass eine größere Sensibilität in der Bevölkerung für das Thema entstehe. Besonders bei älteren Menschen sind Suchterkrankungen laut der Bundesregierung unterdiagnostiziert. © hil/aerzteblatt.de

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