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Diabetes: Hypoglykämien erhöhen Demenzrisiko und vice versa

Dienstag, 11. Juni 2013

San Francisco – Bei Diabetikern steigt mit zunehmendem Alter das Risiko von Hypo­glykämien. Zu den langfristigen Folgen könnte einer Studie in JAMA Internal Medicine zufolge (2013; doi: 10.1001/jamainternmed.2013.6176) eine Demenzerkrankung gehören. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Demenz bei Diabetikern die Zahl von Hypoglykämien zunimmt.

Da Glukose der primäre Energieträger für das Gehirn ist, kommt es bei einer Hypo­glykämie schnell zu zentralnervösen Symptomen. Es sind auch bleibende Hirnschäden möglich, die sich auf die Dauer als Demenz manifestieren können.

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Unter den 783 Teilneh­mern der Health ABC Study, einer bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudie von US-Senioren im Alter von über 70 Jahren, die zu Beginn der Studie noch ohne kognitive Einschränkungen waren, erkrankten im Verlauf von 12 Jahren fast jeder Vierte an einer Demenz: Mit 34,4 Prozent war die Prävalenz bei den Diabetikern, die unter Hypoglykämien litten, fast doppelt so häufig wie bei den Diabetikern, die frei von Unterzuckerungen waren. Hier betrug die Prävalenz nur 17,6 Prozent. Kristine Yaffe von der Universität von Kalifornien in San Francisco ermittelte eine adjustierte Hazard-Ratio (HR) von 2,1 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,0-4,4).

Andererseits war eine Demenz bei den Diabetikern mit einer deutlich höheren Rate von Hypoglykämien verbunden. Sie traten bei 14,2 Prozent der Demenzkranken gegenüber nur 6,3 Prozent der kognitiv gesunden Diabetiker auf (HR 3,1; 1,5-6,6). Hypoglykämien und Demenz könnten sich gegenseitig verstärken und eine Abwärtsspirale auslösen, warnt Yaffe. Ärzte sollten deshalb bei älteren Patienten Medikamente bevorzugen, die keine Hypoglykämie auslösen. © rme/aerzteblatt.de

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