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Jede zwölfte Frau nimmt Hormone gegen Wechsel­jahresbeschwerden

Freitag, 14. Juni 2013

Hamburg – 2012 haben 8,1 Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 Jahren ein Hormon­präparat gegen Wechseljahresbeschwerden erhalten. Zwei Jahre zuvor war es noch 9,6 Prozent. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) nach einer Analyse von Versichertendaten.

Im Jahr 2000 hatten noch fast 40 Prozent der Frauen Hormonersatzpräparate gegen die Begleiterscheinungen der Wechseljahre und zur Vorsorge gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen. Seither haben Studien gezeigt, dass bestimmte Hormonpräparate das Risiko zum Beispiel für Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt und Thrombose erhöhen können.

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Entgegen den Erwartungen erhöhte sich auch die Wahrscheinlichkeit, eine Herz-Kreis­lauf-Erkrankung zu bekommen. „Unsere Daten zeigen, das selbst 13 Jahre nach Bekanntwerden dieser kritischen Ergebnisse die Verordnungszahlen bei Hormon­ersatzpräparaten kontinuierlich weiter zurückgehen, wenn auch deutlich langsamer als in den ersten vier Jahren bis etwa 2004“, sagte Gudrun Ahlers, verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung der TK.

Die Wechseljahre können bereits im Alter von etwa 40 Jahren beginnen und dauern etwa zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Rund ein Drittel der Frauen verspürt keine Beschwer­den, ein weiteres Drittel klagt nur über leichte Beeinträchtigungen. Bei einem weiteren Drittel der Frauen werden die Wechseljahre von Beschwerden begleitet.

„Hitzewallungen und vaginale Trockenheit werden am häufigsten und in allen repräsentativen Studien benannt, wohingegen Schlafstörungen, Harnwegsprobleme, sexuelle Störungen und Stimmungsänderungen nicht in allen Studien als typische Merkmale beschrieben werden“, erläutert der Gynäkologe Dankwart Rachor vom Ärztezentrum der TK.  © hil/aerzteblatt.de

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