Ärzte ohne Grenzen fordern stärkeres Engagement gegen Malaria, Tuberkulose und HIV
Dienstag, 18. Juni 2013
Berlin – Deutschland soll mehr Geld für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zur Verfügung stellen. Das fordert die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen anlässlich des Besuchs von US-Präsident Barack Obama.
„Die USA haben angekündigt, ihren Beitrag für den Zeitraum zwischen den Jahren 2014 und 2016 auf insgesamt rund fünf Milliarden US-Dollar zu erhöhen. US-Präsident Obama hat mit seiner Ankündigung ein wichtiges Signal an andere Geberländer gesendet“, sagte Philipp Frisch, Koordinator der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. Nun müsse auch die Bundesregierung ihren Beitrag deutlich erhöhen. Bislang stellte Deutschland jährlich 200 Millionen Euro zur Verfügung. Ärzte ohne Grenzen fordert eine Erhöhung auf 400 Millionen Euro.
„Gerade der Kampf gegen die Tuberkulose ist massiv unterfinanziert. Hier werden in den nächsten Jahren erheblich höhere Mittel benötigt, um die Ausbreitung, insbesondere der multiresistenten Form der Tuberkulose, wirksam einzudämmen“, erklärte Frisch. © hil/aerzteblatt.de
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