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Nordrhein-Westfalen: CDU fordert schnelle Maßnahmen gegen Ärztemangel

Dienstag, 18. Juni 2013

Düsseldorf – Die CDU-Fraktion im Landtag fordert schnelle Maßnahmen gegen den Ärzte­mangel in Nordrhein-Westfalen. „Nach allen vorliegenden Analysen und Prognosen kann es keinen Zweifel mehr daran geben, dass der Ärztemangel dramatische Ausmaße annehmen wird, wenn nicht sofort gegengesteuert wird”, heißt es in einem am Dienstag von Fraktionschef Karl-Josef Laumann vorgestellten Antrag der CDU. Das gelte vor allem für Hausärzte im ländlichen Raum.

Schon heute gebe es 69 Gemeinden, in denen eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung drohe, warnte Laumann. Bis 2015 werde die Zahl der Hausärzte in NRW um rund 2.250 sinken. Die Landesregierung sei in der Pflicht, eine flächendeckende Hausarztversorgung zu gewährleisten. Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sei aber bisher untätig geblieben.

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Ministeriumssprecher Christoph Meinerz wies das mit dem Hinweis zurück, das Land habe hierfür überhaupt nicht die Kompetenz, das sei Bundessache. Die Bundes­regierung weigere sich aber, den Ländern die Instrumente zur Planung und Steuerung der ambulanten ärztlichen Versorgung in die Hand zu geben.

Ein Grund für diese Entwicklung ist nach Ansicht der CDU die zu geringe Zahl an Medizinstudienplätzen. Im Jahr 2002 hätten bundesweit noch 13.000 Studierende mit dem Medizinstudium begonnen, im Wintersemester seien es nur noch knapp 10.000 gewesen.

Die Landesregierung müsse mit den Hochschulen eine stärkere Berücksichtigung der Allgemeinmedizin im Studium vereinbaren. Außerdem seien Lösungen für eine bessere Ausnutzung der bestehenden Kapazitäten an den medizinischen Fakultäten nötig. Die CDU sprach sich erneut für eine neue medizinische Fakultät in Ostwestfalen-Lippe aus, weil dort ein überproportionaler Ärztemangel drohe. © dpa/aerzteblatt.de

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